„Komm in die Agentur“ – Aber warum?!

Kampagne #kommindieagentur

Wibke und Anita arbeiten seit Kurzem bei Sympra, einer Agentur für Public Relations in Stuttgart. Anita startete Mitte Januar als Junior Consultant und Wibke hat kurz danach als Werkstudentin begonnen. Im Interview erzählen die beiden von ihren Eindrücken und warum sie sich für einen Job in einer Agentur entschieden haben.

Was war eure Motivation, einen Job in einer Agentur anzunehmen?

Wibke: Neben dem Studium möchte ich so viel Praxiserfahrung sammeln wie möglich und dabei unterschiedliche Perspektiven der PR kennenlernen. In der Agentur habe ich die Möglichkeit, mich mit verschiedenen Branchen und Kunden zu beschäftigen. Zudem komme ich im Agenturalltag mit der ganzen Bandbreite an klassischen PR-Tätigkeiten in Berührung.

Anita: Das sehe ich genauso, ich möchte einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag, bei dem ich viel lernen und erfahren kann. Nach meinem Masterstudium wollte ich alle Facetten der Public Relations aus praktischer Sicht kennenlernen. Etwas Agenturerfahrung habe ich schon während meines Volos gesammelt, aber als Berufseinsteiger ist das nochmal etwas anders.

Abwechslung ist euch beiden also wichtig. Löst der Agenturalltag das ein?

Wibke: Durch die Werkstudentenstelle bekomme ich einen Eindruck, wie in einer Agentur gearbeitet wird, wie Prozesse ablaufen und wie sich die Arbeit im Vergleich zum Unternehmen unterscheidet. Mit der Erfahrung kann ich mich nach meinem Studium leichter entscheiden, wo meine Reise hingehen soll.

Anita: In ein paar Jahren möchte ich fest im PR-Sattel sitzen – das verspreche ich mir von meinem Job bei Sympra. Wir betreuen unsere Kunden in verschiedenen Teamkonstellationen, da nimmt man immer was für sich mit bzw. kann eigene Ideen weiterentwickeln. Unsere Agentur ist nicht sehr groß und das macht es einfacher, Erfahrungen und Wissen miteinander zu teilen. Außerdem lerne ich hier, Einschätzungen zu geben und Aussagen zu treffen, denn als Kommunikationsberater sollten wir immer einen Schritt voraus sein.

Die Arbeit in Agenturen ist in den Augen vieler immer noch gleichbedeutend mit Überstunden und schlechter Bezahlung. Was denkt ihr darüber?

Wibke: Vor allem im Studium hört man oft von den Vorurteilen gegenüber Agenturen. Davon sollte man sich nicht abhalten lassen. Heutzutage bieten mehr Agenturen angemessene Arbeitszeiten und ein gutes Gehalt, als man denkt.

Anita: Ich stimme dir zu. Das Vorurteil kommt sicher nicht von ungefähr, aber ich für meinen Teil kann sagen: Es lohnt sich, genau hinzusehen. Dann findet man auch eine Agentur, die professionell arbeitet, anständig bezahlt und Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Ich empfehle, sich die Agenturen näher anzuschauen, die Mitglied im Verband GPRA sind. Das ist die Gesellschaft der führenden PR-und Kommunikationsagenturen in Deutschland. Zentrale Themen sind u.a. Nachwuchsförderung und verbindliche Standards, z.B. für Traineeships.

Das klingt doch optimistisch. Als abschließende Frage: Was macht denn das Arbeiten in einer Agentur so besonders?

Wibke: Neben den unterschiedlichen Themen und der Anwendung von diversen PR-Instrumenten, ist mir der persönliche Kontakt wichtig. Gerade als Studentin bin ich manchmal unsicher und kenne vieles nur aus dem sicheren Hochschulrahmen. Daher ist es hilfreich, einen persönlichen Betreuer zu haben, um von der Pike auf das Handwerk richtig zu lernen. In einer mittelgroßen Agentur wie Sympra ist das kein Problem, auch das ganze Team unterstützt.

Anita: Ob mehrsprachige Messemagazine, formelle Fachbeiträge, coole Social-Media-Posts und Blogartikel oder informative Newsletter – Langeweile gibt es nicht. Es macht mir Spaß, mit Kunden in Kontakt zu sein, sie kennenzulernen und zu erfahren, wie die Unternehmen in den verschiedenen Branchen ticken und was sie beschäftigt. Das und schnell wechselnde Themen sind sicherlich Dinge, die einen Agenturjob von der Arbeit in einem Unternehmen unterscheiden. Auf der Stelle trete ich hier jedenfalls nicht. Das Spannende an unserem Beruf ist ja, sich immer wieder in komplexe Themen einzuarbeiten und so seinen Horizont ständig zu erweitern.

Lost Cosmonaut bei Sympra

Die Werke von Lost Cosmonaut könnten unterschiedlicher nicht sein. Hündin Laika trifft Micky Maus, Ikarus hängt neben Rasputin, St. Peter neben Bacchus. Der Künstler verwendet Acrylfarbe und Holz, Ölfässer, Orangenpapierchen und Suppentüten, Orientteppiche und Eisenhanteln. Seine Bilder erinnern an sowjetische Propaganda und russische Ikonen, an Pop-Art und an Bauhaus-Collagen – und sind doch ganz eigenständig.

Lost Cosmonaut (alias Georg Barinov) ist in Sankt Petersburg geboren und in Deutschland aufgewachsen. Sein Werk ist eine Synthese beider Kulturen, die zuweilen einander ganz ähnlich und dann wieder ganz unterschiedlich sind. Eine außergewöhnliche Ausstellung in der Stafflenbergstraße.

Lost Cosmonaut bespielt bis Oktober unser Büro in der Stafflenbergstraße 32 mit Gemälden, Collagen und Skulpturen. Die Schau ist dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr oder nach Vereinbarung zu besichtigen.

Impressionen der Vernissage am 15. März 2018:

 

Noch’n Jubiläum

Websites oder Social-Media-Kanäle sind der erste Weg, den wohl jeder von uns einschlägt, wenn es um Informationen zu irgendwemoderirgendwas geht. Unsere www.sympra.de ist in ihrer aktuellen Version nicht nur ganz besonders schön, sondern auch schon ein echtes Urgestein. Um genau zu sein: 20 Jahre alt!

Seit 1998 – und damit zählen wir sicher zu den ersten PR-Agenturen, die überhaupt im Netz erreichbar waren – findet man uns online. Wer sich noch dran erinnert: Im selben Jahr kam der iMac auf den Markt (Erfolgsstory!), Daimler und Chrysler fusionieren (nicht ganz so erfolgreich…)  und das deutsche Team führt bei den Olympischen Winterspielen in Nagano den Medaillenspiegel (go, go, go Pyeongchang!).

Für eine Reise in die Vergangenheit, einfach klicken: Wayback

 

Kennen Sie Lalamove? Sollten Sie kennen.

Dass das Problem der Logistik vor allem die “letzte Meile” ist, weiß ich nicht zuletzt durch die Arbeit für unseren Kunden pakadoo. Während Pakete von Stadt zu Stadt relativ einfach und preisgünstig befördert werden, ist die Auslieferung hin zum Empfänger aufwändig, kompliziert (wenn der Empfänger nicht da ist, zum Beispiel) und teuer.

Letzte Woche war ich auf dem PRN Digital Forum in Hongkong, das unsere dortige Partneragentur organisiert hatte. Es ging hier um die digitale Transformation in ganz unterschiedlichen Geschäftsbereichen, was zu sehr anregenden Diskussionen geführt hat. Besonders beeindruckt hat mich dabei der Vortrag von Blake Larson, MD International von Lalamove.

Lalamove – bis dato noch nie gehört. Das Unternehmen, das 2014 in Hongkong an den Start ging, beschäftigt sich mit Innenstadtlogistik, und zwar in Südostasien und China. Und weil in dieser Region sowieso alles in anderen Dimensionen gerechnet wird: Das Unternehmen beschäftigt mehr als zwei Millionen Fahrer. Zum Vergleich: UPS hat weltweit 435.000 Mitarbeiter, DHL 340.000. Der große Unterschied ist, dass UPS und DHL ihre Mitarbeiter angestellt haben und ihnen Fahrzeuge bereitstellen; Lalamove hingegen hat lediglich ein cooles Geschäftsmodell entwickelt und dieses in eine App gepackt.

Lalamove funktioniert nämlich nach dem UBER-Prinzip. Wer als Fahrer tätig werden will, registriert sich online. Fortan bekommt er auf seinem Smartphone mögliche Fahrten angezeigt, die er annehmen kann. Die Abholstellen befinden sich jeweils in der Nähe seines aktuellen Standorts. Bei jedem möglichen Auftrag sind die Transportkosten und der für den Fahrer verbleibende Gewinn angegeben. Den Warentransport erledigt der Fahrer z. B. auf dem Weg ins Büro, oder eben als Vollzeit-Kurierfahrer.

Durchschnittliche Zustellzeit: 46 Minuten

Aktuell gibt es den Dienst in Taipei, Hongkong, Bangkok, Singapur, Ho-Chi-Minh-Stadt, Manila und in mehr als 100 Städten in China. Je nach Verkehrssituation verspricht Lalamove, dass die Sendung binnen 50 bis 60 Minuten zugestellt wird. Zu den Kunden gehören Pizzadienste, Burger King, IKEA, Shoppingmalls, Fabriken, aber auch DHL und UPS, die sich von Lalamove auf der letzten Meile unterstützen lassen – zum großen Teil also Geschäftskunden. In Bangkok sind es vor allem Speisen und Getränke, die mit dem Motorrad ausgeliefert werden; in Hongkong transportieren die Fahrer meistens Baumaterial mit Kleintransportern, und in Singapur werden insbesondere per Lastwagen Produkte zugestellt, die die Empfänger vorab im Onlineshop bestellt haben. Rund 30 Millionen Sendungen waren es im letzten Jahr; für 2018 gilt: „Lalamove continues to expand rapidly across China and Southeast Asia”.

MD Blake Larson beim PRN Digital Forum in Hongkong.

Und warum spricht Blake Larson auf einer Digitalkonferenz? Weil sein Unternehmen im Wesentlichen aus einer IT-Lösung besteht, die auf der einen Seite Aufträge entgegennimmt und auf der anderen Seite passende Fahrer sucht und das Ganze am Ende abrechnet. Alle Prozesse basieren dabei auf einem ausgeklügelten Trackingsystem, das alle relevanten Daten über den Kunden, das Fahrzeug und die Route, aber auch über Nutzungsverhalten und über die Wirkung von Marketingmaßnahmen miteinander verknüpft. Am Beispiel von Manila zeigte Blake Larson auf, wie er sich in der Vorweihnachtszeit auf die zu erwarteten Steigerung der Fahrten um das Drei- bis Fünffache einstellen konnte. Durch Prognosemodelle, visualisiert in „Heatmaps“, konnte er recht genau voraussagen, wann er wo wie viele Fahrer benötigt. Dementsprechend aktivierte er Fahrer und incentivierte sie, damit er das Ziel der Zustellung innerhalb einer Stunde auch in diesen Stoßzeiten zusichern konnte.

Eigentlich ist es naheliegend, die Geschäftsidee von UBER auf Pakete und Pizzen zu übertragen. Auch hier profitiert ein Unternehmen davon, dass es Transportdienstleistungen offeriert, ohne einen eigenen Fuhrpark vorhalten zu müssen. (Man kennt diesen Ansatz ja auch von AirBnB.) Die Investoren glauben an  Lalamove und versorgten das Unternehmen im Oktober 2017 mit weiteren 100 Millionen US-Dollar. Beeindruckend finde ich vor allem, welch atemberaubende Dynamik so ein Dienst gerade in Asien entwickeln kann und innerhalb von wenigen Jahren so groß wird. Während wir in Deutschland und Europa erste Erfahrungen in Smart-Logistik-Pilotprojekten sammeln, bedient Lalamove bereits mehr als 15 Millionen Kunden. Auch bei der letzten Meile können wir offenbar von China lernen. Oder genauer gesagt: von Hongkong.

ABC der digitalen Begriffe

„Stadt-Land-Fluss“, der Klassiker unter den Wissensspielen, läuft heute als App auf dem Handy. In meiner Jugend spielten wir das noch mit Papier und Bleistift. Erstaunlicherweise sind die Inhalte dieselben wie vor Jahrzehnten: Geografie, Namen, Farben, Tiere, Berufe. Zur Onlineversion würde eigentlich die Rubrik „Digitales“ passen. Bei der Probe aufs Exempel fiel mir zu jedem Buchstaben ein passender Begriff aus der digitalen Welt ein, nur X, Y und Z bleiben genauso knifflig, wie zu Zeiten von Papier und Bleistift.

Apps (Applikationen) sind kleine Programme, die auf Smartphones laufen und dafür sorgen, dass das Gerät zum Nabel der Welt wird. Kochen? Spielen? Lernen? Ohne die passende App für manche bereits undenkbar. 3,36 Millionen verschiedener Apps gibt‘s im Google Play Store, Konkurrent Apple hat 2,2 Millionen im Angebot. Und selbstverständlich gibt es eine Gratis-App, die verrät, ob Sie Handy-süchtig sind …

Big Data wächst und wächst und wächst. Um 16.000.000.000.000.000.000.000 neue Bytes alleine im Jahr 2016. Man braucht vermutlich das Gehirn eines Mathematikprofessors, um sich unter dieser gigantischen Zahl etwas vorstellen zu können.

Cloud Computing umschreibt wolkig, dass die eigenen Daten nicht auf der eigenen Festplatte liegen, sondern in einem Datacenter. Die größten „Datenwolken“ besitzen Amazon, Microsoft, IBM und Google. So schön die Metapher auch klingt – Wolken sind luftige Gebilde, die sich schnell verflüchtigen. Das befürchten wohl auch die Nutzer, die sich laut einer Umfrage zu mehr als 80 Prozent beim Cloud Computing Sorgen machen, wo in aller Welt ihre Daten gespeichert sind.

Enterprise Mobility ermöglicht es der Arbeit, immer und überall dabei zu sein. Ob Zuhause, im Café oder beim Kunden: Mobil auf Unternehmensdaten zugreifen zu können, macht unabhängiger von Arbeitszeit und -ort, kann aber zur Gratwanderung zwischen Berufs- und Privatleben werden. 75 Prozent der deutschen Unternehmen besitzen bereits Enterprise-Mobility-Lösungen, noch mobiler sind weltweit nur Inder und Chinesen.

Facebook ist eine echte amerikanische Erfolgsstory nach dem Motto „Vom Tellerwäscher zum Millionär“. Das einst für Studenten gedachte Netzwerk ist die unangefochtene Nummer 1 der Social Networks. Für Gründer Mark Zuckerberg hat sich das gelohnt. 2008 wurde er zum jüngsten Selfmade-Milliardär gekürt, heute ist er einer der reichsten Männer der Welt.

Homo digitalis oder noch Homo sapiens? Die Digitalisierung verändert unser Leben und vielleicht verwandelt sie uns Menschen in eine neue Spezies. Mit dem unterhaltsamen Test des Fraunhofer Instituts können Sie selbst ausprobieren, ob Sie bereits zum New Junkie, Cyborg oder Homo digitalis mutiert sind.

Internet of Things (IoT), das ist der schlaue Kühlschrank, der rechtzeitig Lebensmittel nachbestellt, ebenso wie das clevere Auto, das selbstständig einen freien Parkplatz findet. Digitalisiert und vernetzt werden „dumme“ analoge Dinge zu „intelligenten“ Smart Products. Davon gibt es bereits acht Milliarden. Das sind immerhin 500.000 mehr als Menschen auf der Erde. Bis zum Jahr 2020 soll die Zahl der schlauen Teile auf 20 Milliarden anwachsen.

Java ist eine vollmundige Kaffeesorte aus Indonesien. Angeblich stand sie Pate, als für die heute beliebteste Programmiersprache ein Namen gesucht wurde. Ganz dem Klischee entsprechend sollen die Java-Programmierer gerne starken Kaffee getrunken haben. Ob die Geschichte stimmt, wissen wohl nur die Erfinder.

Künstliche Intelligenz (KI) begegnet uns in Science-Fiction-Filmen als Roboter, die mit überlegener Intelligenz die Menschheit vernichten oder wahlweise retten wollen. Um das Terminator-Image geht’s den meisten Tech-Firmen beim Machine Learning zum Glück nicht. Sie erforschen vielmehr, wie sich Intelligenz automatisieren lässt, um Nutzen zu stiften. Etwa, indem Computer über Bilderkennung lernen, Krebszellen oder Kunstfälschungen zu erkennen.

Light Fideltiy (LiFi) versucht, große Datenmengen mittels Licht von LED-Leuchten zu übertragen. Das soll schneller und sicherer sein als mit WLAN, hat aber einen Nachteil. Licht kann keine dichte Materie, wie eine Wand, durchdringen. Die Konsequenz: Steht ein Hindernis im Weg, geht dem Internet kein Licht auf.

Mobilfunk macht´s möglich, dass wir per Smartphones immer und überall erreichbar sind. Für die „Generation Handy“ undenkbar, woran sich die etwas Älteren noch erinnern. Mobilfunk begann 1958 mit 16 kg schweren Autotelefonen, bei denen das Hauptgerät noch im Kofferraum lag.

Netflix weiß, worauf es beim digitalen Geschäftsmodell ankommt: auf die Daten der Kunden. Die sammelte das Unternehmen bereits, als es noch DVDs vermietete. Im Big-Data-Zeitalter nutzt der Streaming-Dienst sein gesammeltes Wissen, um genau abgestimmt auf die Zuschauervorlieben erfolgreiche Filme und Serien zu produzieren. Während sich nahezu 100 Millionen Kunden weltweit mit House of Cards, dem Tatortreiniger oder Stranger Things unterhalten lassen, klingelt bei Netflix die Kasse.

Open Source Software besitzt den Mythos des Kostenkillers. Doch wie so oft bei Mythen, entsprechen sie nicht immer auch der Wahrheit. Open bedeutet nicht automatisch gratis, sondern nur, dass der Programm-Quellcode zum Ansehen und Verändern jedermann offen steht. Nichtsdestotrotz: Viele Open Source Tools sind tatsächlich kostenlos.

Pay-as-you-go erinnert an Coffee-to-go – und funktioniert auch so. Nur das es nicht um Kaffee geht, sondern beispielsweise um Ressourcen in der Cloud. Bezahlt wird hier nur der tatsächliche Verbrauch. Vorbei die Zeiten der Pauschale, damit Dienstleistungen überhaupt bereitgestellt werden.

QVC ist nicht nur ein Teleshopping-Sender, sondern vor allem ein digitales Handelsunternehmen, für das es wichtig ist zu wissen, wo die Deutschen am liebsten Weihnachtsgeschenke kaufen. Warenhaus oder Webshop? Beides liegt mittlerweile gleichauf. Aber es gibt einen großen Unterschied: Online werden Plattformen bevorzugt, die möglichst alles anbieten. Wer hingegen vor Ort im Geschäft kauft, macht das lieber bei einem Spezialisten.

Roboter – der Begriff tauchte vor knapp 100 Jahren erstmals im Theaterstück „Rossum´s Universal Robots“ von Karel Capek auf. Heute tummeln sich mehr als 1,8 Millionen Roboter weltweit in den Industriehallen, und es gibt immer mehr Lebensbereiche, in denen sie uns (zukünftig) begegnen.

Silicon Saxony soll das sächsische Pendant zum Silicon Valley werden. Ein Netzwerk aus mehr als 300 Herstellern, Zulieferern, Hochschulen und öffentlichen Einrichtungen arbeitet daran, die Region zum bedeutenden IT- und High-Tech-Standort zu machen. Jüngster Coup in der Reihe prominenter Firmenansiedlungen ist eine milliardenschweren Fabrik von Bosch, in der ab Ende 2019 Prozessoren und Halbleiter für autonom fahrende Autos gefertigt werden sollen.

Twitter verbreitet bis zu 280 Zeichen lange Tweets, die monatlich 330 Millionen Menschen in die Welt zwitschern. Den beliebtesten Account hat die US-amerikanische Sängerin Katy Perry mit rund 105 Millionen Followern. Wortgewaltig nutzt auch Donald Trump den Kurznachrichtendienst. Mit durchschnittlich sieben Tweets pro Tag und gut 40 Millionen Followern belegt er im Ranking der twitternden Staatsoberhäupter den ersten Platz.

Usability lässt einen im digitalen wie realen Leben gleichermaßen verzweifeln, wenn etwas eben nicht so einfach und intuitiv funktioniert wie es soll. Unübersichtliche Displays, umständliche Verpackungen, unklare Fehlermeldungen… die Liste der ärgerlichen Usability-Hindernisse im Alltag lässt sich beliebig fortsetzen.

Virtual Reality (VR) eröffnet uns neue Welten – zwar nur virtuell, dafür sehr authentisch. Die rasante Verfolgungsjagd, der Blick in den Abgrund oder der bedrohliche Dinosaurier treiben einem den Puls in die Höhe. Denn gute VR-Anwendungen wirken lebensecht und fühlen sich an wie eine tatsächlich gemachte Erfahrung.

Wearables ist Hightech am Handgelenk. Die Armbänder zählen Schritte und Kalorien, zeichnen Schlafdauer und Herzfrequenz auf. Die Selbstvermessung der Deutschen boomt. Etwa jeder Dritte nutzt bereits Tracker und Apps, um die eigenen Gesundheits- und Fitnessdaten immer im Blick zu haben.

 

Tolle Neuigkeiten für nachhaltige Kaffeeliebhaber

Zu Beginn meines Traineeships bei Sympra war ich für sechs Wochen in Peru, um zusammen mit dem Social Start-up Café Compadre, Gewinner des empowering people. Award der Siemens Stiftung, an einem Marketingkonzept zu arbeiten. Seither ist bei den Kaffeeprofis viel passiert. Neben einem geplanten Coffeeshop in Lima, einer frisch aufgesetzten Social-Media-Strategie und einigen neugewonnenen Großkunden vor Ort haben sie den großen Schritt nach Europa geschafft: Das Start-up Panda Coffee Berlin ist Ende 2017 auf Café Compadre aufmerksam geworden und hat für Anfang 2018 den Verkauf von Compadre Kaffee in Deutschland geplant.

Ein Panda auf großer Mission

Panda Coffee ist ein Social Start-up, das es sich zum Ziel gesetzt hat, fairen Kaffee in Deutschland zum Standard zu erheben. Im Onlineshop wird ausschließlich Kaffee von eigens geprüften, traditionellen Kaffeebauern verkauft, die nachhaltig anbauen und fair vergütet werden. Mit jeder verkauften Packung Kaffee steigt die Lebensqualität der Farmer, die den Kaffee angebaut und gepflückt haben. Und nicht nur das: für jedes verkaufte Kilo spendet das Team von Panda Coffee drei Euro an humanitäre und artenschutzerhaltende Organisationen. Mit diesem Konzept passen sie perfekt zu Café Compadre, die vergleichbare Ziele verfolgen.

Neben den drei tragenden Säulen des Panda Coffee Modells – Nachhaltigkeit, Werthaltigkeit und Wohltätigkeit – spielt für Panda Coffee ein weiterer Aspekt eine wichtige Rolle: Aufklärung. Um auf spielerische Weise ein größeres Bewusstsein für die Missstände in der Kaffeeindustrie zu schaffen, schicken Sie einen Panda – ihr Markensymbol und Maskottchen – in die Welt hinaus und lassen ihn Geschichten aus den Anbauregionen ihres Kaffees erzählen. Bald wird der Panda dann auch die Farm von Cristobal im peruanischen Satipo besuchen und unter anderem über Café Compadre und ihren Solarröster berichten.

Sympra im Solarkaffeefieber

Spätestens seit Juan Pablo Perez, einer der Gründer von Café Compadre, im September einige Tage zu Besuch bei uns in der Stafflenbergstraße war, sind wir alle im Solarkaffeefieber. Daher freut es uns umso mehr, dass der Kaffee von Farmer Cristobal & Co. bald auch in Deutschland zu haben ist und wir dann gleich zwei Sozialunternehmer mit unserem Kaffeekonsum unterstützen können.

Mit gezückter Kaffeetasse warten wir gespannt auf die neue Panda-Marke und wünschen Café Compadre und Panda Coffee Berlin viel Erfolg bei den letzten Vorbereitungen.

PRN Member Meeting & Digital Forum in Hongkong

Internationale PR ist eines unserer Steckenpferde. Das haben wir nicht zuletzt dem Public Relations Network (PRN) zu verdanken, das Sympra 2006 mitgegründet hat. Mittlerweile umfasst es 24 inhabergeführte Agenturen auf vier Kontinenten. Über Sprachbarrieren, Zeitverschiebungen und kulturelle Unterschiede hinweg unterstützen sich die Mitglieder bei der internationalen Öffentlichkeitsarbeit.

Am 25. und 26. Januar 2018 ist es wieder soweit: Einmal im Jahr treffen sich die Mitglieder des internationalen Agenturverbunds – live und in Farbe – , um sich über globale und regionale PR-Trends auszutauschen, Ziele für 2018 festzulegen und die gemeinsamen Erfolge des letzten Jahres zu feiern. Dieses Jahr kommen wir in Hongkong zusammen; zum ersten Mal findet eine Mitgliederversammlung in Asien statt. In diesem Rahmen wird ein besonderes Highlight das PRN Digital Forum „Exploring the Digitalization of Culture, Consumer and Market“ werden, das unsere chinesischen Gastgeber, die Creative Consulting Group, organisiert hat.

In Podiumsdiskussionen und Round Tables werden Führungskräfte, Medienvertreter und Marketingexperten aus aller Welt gemeinsam erörtern, was Unternehmen zukünftig wirklich brauchen, um die Herausforderungen der digitalen Transformation zu meistern. Digitalunternehmen und Startups wie Swire, HSBC, British Telecom, Lalamove, Easyship, JetOne Motion und Qupital werden Teil der Veranstaltung sein, sowie Vordenker und Branchenspezialisten von Infiniti, Microsoft, Swire Properties, OAX Foundation, MoneyHero.com, Nexchange, Blueprint, Gatcoin, dem Hong Kong Jockey Club und MITs HK Innovation Node.

Wenn Sie zu diesem Zeitpunkt zufällig in Hongkong sind (oder aus diesem Anlass dorthin reisen möchten), können Sie sich hier ein Ticket sichern. Für alle anderen gibt es natürlich einen ausführlichen Nachbericht auf dem Sympra-Blog. Weitere Informationen zum PRN Digital Forum finden Sie unter www.creativegp.com/prndigitalforum/ oder im offiziellen Veranstaltungsflyer.

 

Funkende Mülleimer und vernetzte Mausefallen

In der Smart City senden Sensoren Statusinformationen über Funknetze – das können Messwerte zur Luftqualität oder die Füllstände von Müllbehältern sein. Verbessert das die Lebensqualität in der Stadt?

In einer Kleinstadt nahe Stuttgart führt unser Kunde telent mit einem Entsorgungsbetrieb gerade einen Pilotversuch durch. Bisher fuhren Mitarbeiter der Müllabfuhr im Turnus jeden einzelnen der rund 200 öffentlichen Müllbehälter im Ort an, um sie zu leeren – oft umsonst, weil sie nicht oder kaum gefüllt waren. Das bedeutet unnötige Wegstrecken, Zeitaufwand und CO2-Emissionen. Jetzt meldet ein in der Tonne angebrachter Sensor den exakten Füllstand. In Korrelation mit anderen Umgebungsvariablen, wie zum Beispiel Wetter-, Verkehrs- oder Verwaltungsdaten wird entschieden, ob der Behälter geleert werden soll oder nicht. Die Entsorgungsfahrzeuge erhalten eine errechnete, optimierte Route durch das Stadtgebiet und fahren dabei nur die zu leerenden Tonnen an. Rund die Hälfte der Fahrten und der Abgasemissionen lassen sich so einsparen.

Im Internet der Dinge (der Mülleimer ist genau so ein „Ding“) funken Gegenstände Statusinformationen über eine eigens dafür aufgebaute Funkinfrastruktur. Diese sogenannten Low-Power-Netzwerke übertragen Datenpakete mit – der Name sagt’s – niedrigem Energieverbrauch. Mit sehr überschaubarem Aufwand lassen sich so große Gebiete abdecken, z. B. ein Betriebshof oder eine komplette Innenstadt. Die erfassten Messwerte und Daten werden auf einer zentralen Plattform gebündelt, ausgewertet und visualisiert. Prozesse können auf diese Weise bestmöglich optimiert und neue digitale Services entwickelt werden. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig, hier einige Beispiele:

Wenn erneuerbare Energien in lokale Verteilnetze eingespeist werden, spielen die Ortsnetzstationen eine entscheidende Rolle. Damit die Energieversorger die vorgeschriebene Spannungsqualität einhalten können, ist es notwendig, die Spannung permanent mit intelligenten Technologien zu überwachen. Strom- und Spannungsmessgeräte in Ortsnetzstationen, Kurz- und Erdschlussanzeiger werden ebenso wie analoge und digitale Schnittstellen mithilfe von intelligenter Sensorik eingebunden.

Für das Wasserqualitätsmanagement werden Trinkwasserspeicher, Badeseen und Gewässer mithilfe von Sensoren zeit- und ortsunabhängig überwacht. Durch die Funknetzanbindung entfallen aufwendige Lösungen auf Basis von Mietleitungen oder Mobilfunk. Wasserverbräuche lassen sich vollelektronisch ermitteln, was die Prozesskosten bei der Wasserabrechnung um 50 bis 70 Prozent reduziert. Die Daten werden dabei direkt vom Zähler an die Abrechnungssoftware übermittelt. Für Ent- und Bewässerung sowie das Abwassermanagement überwachen Sensoren den Durchfluss in Abwassersystemen und Wasserrückhaltebecken, erkennen Pegelstände für den Hochwasserschutz und messen Bodenwerte für die ressourcenschonende Bewässerung von öffentlichen Anlagen.

30 bis 50 Prozent des kommunalen Stromverbrauchs fallen auf Straßenbeleuchtung. Sie verursacht nicht nur hohe Kosten, sondern belastet auch das Klima durch jährlich über zwei Millionen Tonnen CO2-Emissionen. Die Energieeinsparung durch sensorgestützte Straßenbeleuchtung beträgt bis zu 60 Prozent gegenüber herkömmlichen Beleuchtungsinfrastrukturen. Neben der Steuerung der Beleuchtung kann die Infrastruktur durch weitere Sensoren zusätzliche Umweltdaten liefern. Bestehende Straßenbeleuchtung lässt sich wirtschaftlich nachrüsten. Energieeinsparung erfolgt durch Anpassen des Beleuchtungsniveaus an das Verkehrsaufkommen und durch Teilnachtschaltung; Dimmen führt zu geringerer Lichtemission. Zusätzlich können Mitarbeiter am Leitstand oder mit dem Smartphone die Beleuchtung auf Basis übermittelter Daten zur Wetter- oder Verkehrssituation steuern.

Intelligentes Parkraummanagement sorgt dafür, dass Autofahrer schneller einen freien Parkplatz finden; dazu melden Sensoren freie Parkflächen oder die Auslastung von Parkhäusern. Mit intelligentem Liegenschaftsmanagement („Smart Building“) überwachen Sensoren in Gebäuden das Raumklima (Temperatur und Feuchtigkeit), Öffnung/Verschluss von einzelnen oder mehreren Türen oder Fenstern. Als Teil messtechnischer Konzepte für die Bauwerksüberwachung erkennen Sensoriken schädigende Faktoren in Betonbauwerken, erfassen Korrosion, Feuchtigkeit, Temperaturen und Statik von Dächern, überwachen Risse innerhalb und außerhalb von Gebäuden. Für die Schädlingsbekämpfung, z. B. in Kläranlagen, melden funkende Tierfallen, dass sie gerade eine Maus oder eine Ratte gefangen haben.

Die Bandbreite der Anwendungen im Internet der Dinge ist groß. Milliarden funkender Gegenstände werden uns künftig umgeben: im Haus, in der Fabrik, im Büro, auf der Straße – und eben im städtischen Bereich. Hier sorgt der Ansatz dafür, dass Energie, Arbeitszeit, Kosten und CO2 reduziert werden können. Ich freue mich auf die Smart City!

Einzigartig: Unique Universe bei Sympra

Die Location unserer Agentur ist schon etwas ganz Besonderes: traumhafte Lage, Park und viel Platz und Atmosphäre in der Villa, die Rittmeister Willy Schönwetter für sich und seine Familie 1904 erbaute. Zum 25-Jahre-Jubiläum von Sympra bespielen wir das ganze Haus mit Kunst und laden Gäste zu Events. Zur Gestaltung unseres individuellen Agenturuniversums brauchten wir auch ein neues Bodenfeeling und machten uns auf die Suche…

Kreative Prototypen bei den DOMOTEX NuThinkers

Was gibt es zum Beispiel Neues auf der Leitmesse der Bodenbeläge – der Domotex 2018 in Hannover? Hier entwickeln Innenarchitekturstudenten unter dem Leitmotto „Unique Youniverse“ kreative Bodengestaltungen der Zukunft. Die Entwürfe sind teils experimentell, teils realitätsnah: Bodenbeläge können navigieren und mit dem Nutzer kommunizieren, die Farbe wechseln, die Luft reinigen oder durch eine sekundenschnelle chemische Reaktion gespritzt und wieder eingekocht werden. Wie das genau geht, wird aber erst auf der Messe verraten. Unique Youniverse steht dabei für den Trend zur Individualisierung und zu immer mehr personalisierten Produkten und Dienstleistungen. Auch der Boden wird für individuelle Bedürfnisse angefertigt, ist dynamisch und passt sich wechselnden Arbeits- und Wohnwelten an.

Individualisierten Boden selber kochen?

Soweit, so klar. Wie also bei uns flexibel gestalten, mit Farbakzenten, Wohlfühloasen und anderen Zonierungen on demand, wenn der neue Boden nicht gespritzt und eingekocht werden soll? Die Lösung ist ganz einfach: wiederaufnehmbare Fliesen. Das haben wir probiert und unseren Boden mit Fliesen und Planken aus einer neuartigen leichten Materialkomposition von Findeisen gestaltet. Die Fliese Finett Dimension hat schon drei Preise erhalten, unter anderem wurde sie von unserem Kunden Netzwerk Boden zum Boden 2017 gekürt. Wir haben verschiedene Farben und Formate untereinander und mit anderen Belägen kombiniert. Das ging tatsächlich termingerecht und bei laufendem Betrieb. Jetzt können wir mal klassisch, mal bunt inspiriert arbeiten und sehen unsere Agenturvilla mit neuen Augen … und die leuchten mit den Synapsen der Installation von Jenny Winter-Stojanovic um die Wette.

 

Grenzenlose Innovation und Zusammenarbeit

Im letzten Beitrag der dreiteiligen Blog-Serie von co-shift Mitgründer Jörg Schreiner geht es um den Mut zur Digitalisierung. Er zeigt an einem Praxisbeispiel, wie erfolgreich auch in klassischen Branchen digitale Werkzeuge eingesetzt werden können.

Die Digitalisierung erfasst immer mehr Branchen, stellt Kunden völlig neue Lösungen bereit und bereitet jahrzehntelang erfolgreichen Unternehmen Kopfzerbrechen. Sie erzeugt dauerhaft eine Marktdynamik ganz neuer Art, wie in Teil 1 und Teil 2 dieser Artikelserie erläutert: Digitalisierung löst die Grenzen zwischen Branchen zunehmend auf. Und der verschärfte Wettbewerb verkürzt die Lebenszyklen aller Produkte und Dienstleistungen. Beides zusammen zwingt Unternehmen zu beschleunigter und dauerhafter Innovation, wenn sie ihre  Kunden behalten und neue gewinnen wollen.

Und diese Kunden werden anspruchsvoller. Sie erwarten klaren Mehrwert und die Lösung von Problemen – und zwar in einer Geschwindigkeit und Qualität, die sie von den besten Anbietern in anderen Branchen gewohnt sind. Exzellenz in einer bestimmten Branche ist kein Verkaufsargument, wenn Kunden aus anderen Branchen bessere Leistungen gewohnt sind. Sie erwarten einfach mehr. Mehr interdisziplinäre Kompetenz, tiefere Integration von Produkten in ihre Wertschöpfungsketten, besseren Service, höhere Geschwindigkeit.

Oftmals mehr, als ein einzelnes Unternehmen leisten kann. Wenn ein neuartiges Kundenproblem mit Bordmitteln nicht lösbar erscheint, neigen viele immer noch zum Aussitzen. Statt ihr Unternehmen für neuartige Chancen zu öffnen, spezialisieren sie sich lieber noch tiefer in ihrer Branche. Statt nach Partnern mit komplementären Fähigkeiten zu suchen und sich bietende Geschäftschancen gemeinsam anzugehen, verteidigen sie lieber ihre angestammte Position und Klienten vor fremdem Zugriff. Statt durch Bündelung interdisziplinärer Kompetenzen ganz neuartige, für Kunden leichter einsetzbare Lösungen zu finden, begnügen sie sich lieber mit der kleinteiligen Verbesserung ihrer bestehenden Produkte.

Die großen Chancen für Kooperationen bleiben so weitgehend ungenutzt. Gerade hier eröffnet sich durch Digitalisierung jedoch ein großes, fruchtbares Feld. Im privaten Bereich kennen und nutzen wir bereits alle das große und wachsende Angebot digitaler Helfer. Ähnliche digitale Werkzeuge entstehen auch für Unternehmen. Sie können und werden von immer mehr Firmen sehr erfolgreich zur Vereinfachung von Zusammenarbeit und zur Innovation über Unternehmensgrenzen hinweg eingesetzt.

An dieser Stelle sind ausnahmsweise einmal nicht die USA Vorreiter, sondern asiatische Länder. Beispielhaft dafür ist Haier. Der aus einer deutschen Kooperation heraus entstandene chinesische Konzern entwickelte sich innerhalb von 30 Jahren von einem akut pleitebedrohten, regionalen Kühlschrankhersteller zum unangefochtenen Marktführer für Hausgeräte im asiatischen Raum, der für seine kundennah entwickelten Produkte weltweit Innovationspreise erhält und für seine außergewöhnlich unternehmerische Kultur bewundert wird. Kernelement des Erfolgs sind kunden- und marktnahe Teams, die weitgehend selbstständig agieren. Unterstützt werden sie dabei von einem Netzwerk an Dienstleistern, die ihnen verschiedenste Fähigkeiten bereitstellen – von der Forschung, Entwicklung und Fertigung bis zu Finanzierung, Marketing und Vertrieb. Sowohl intern als auch extern akquirierte Dienstleistungen sind von diesen Teams über digitale Werkzeuge innerhalb kürzester Zeit hocheffizient und flexibel buchbar.

Das Beispiel von Haier zeigt, wie Prinzipien des Zusammenwirkens aus der digitalen Welt auch im industriellen Bereich umsetzbar sind. Haier erzielte 2016 ein Umsatzplus von 13%, bei einem Gewinnsprung um 30%. Diesen Zahlen ist nichts hinzuzufügen.

 

Jörg Schreiner ist Mitgründer der Strategieberatung co-shift GmbH in Stuttgart, die Unternehmen und Führungskräfte auf hochvernetzte, dynamische Märkte vorbereitet. Sein kürzlich erschienenes Buch „FUTURE LEGENDS – Business in Hyper-Dynamic Markets“ wurde vom angesehenen Global Peter Drucker Forum sofort in der Kategorie „Thought Leadership“ empfohlen.