Wie weit noch zum Gipfel der Digitalisierung?

Die digitale Transformation hat gefühlt schon einen Bart, bevor sie überhaupt so richtig angefangen hat. Manch einer mag den Eindruck haben, dass dazu bereits alles gesagt, diskutiert oder gefordert wurde. Tatsache ist allerdings, dass die Digitalisierung gerade hier in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckt, während andere Nationen beschwingt in Siebenmeilenstiefeln voranschreiten. Grund genug also, sich hierzulande intensiv mit der (digitalen) Zukunft auseinanderzusetzen. Auch das Ländle mit seinen Global Playern und den vielen Hidden Champions meint es ernst – das bewies nicht zuletzt der vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg abgehaltene Digitalgipfel 2019 – Wirtschaft 4.0 BW am 11. April 2019.

Net schwätze, mache!
Von den Chancen, aber auch den Herausforderungen für kleine und mittelständische Unternehmen war an diesem Tag mit ambitioniertem Programm und einer großen Bandbreite an Speakern die Rede. Als Gastgeberin der Veranstaltung betonte Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut gleich zu Beginn, dass das Land Baden-Württemberg in der Vergangenheit keineswegs die Hände in den Schoß gelegt habe und sich durchaus mit der Thematik auseinandersetze. Mithilfe von Projekten wie regionale Digital Hubs sollen in Zukunft gerade die KMU bei der Gestaltung der digitalen Transformation seitens des Ministeriums noch besser unterstützt werden. Mit Blick in die USA und vor allem China, die zum Teil Investitionen in Milliardenhöhe betreiben, wirkt das eher als „nice try“ und weniger wie ein ernst gemeintes Zugeständnis.

Die Bedeutung und die Auswirkung der Digitalisierung im Allgemeinen und der künstlichen Intelligenz im Speziellen ließen der KI-Experte Prof. Dr. Cédric Villani, Abgeordneter der französischen Nationalversammlung, und der in der Schweiz forschende KI-Pionier Prof. Dr. Jürgen Schmidhuber anklingen. Allem voran die beiden Schlagwörter „Kollaboration“ und „Daten“ bildeten die Essenz der beiden Vorträge. Trotz vieler visionärer Aspekte aus der KI-Forschung fehlte es nicht an Querverbindungen zu praktischen Ansätzen, sodass auch KI-Newbies sich abgeholt und mitgenommen fühlen durften. Nicht zuletzt der wiederholte Appell Schmidhubers an das Bewusstsein der Unternehmen, über welche großen (Daten-)Schätze sie verfügen, mithilfe derer sie in Zukunft Maschinen anfüttern und intelligenter machen können, machte Hoffnung, dass es zumindest hier in Baden-Württemberg gar nicht so schlecht steht.

Wie Netzwerken, nur anders gedacht
Über das Material zu verfügen, ist das eine, der entsprechende Umgang damit jedoch das andere. Beispiele für „How to Digitalisierung“ lieferten gleich mehrere kleine und mittelständische Unternehmen aus BaWü. Darunter der Werkzeugmaschinen- und Laserhersteller TRUMPF mit einem Einblick in seine Digitalisierungsstrategie, die er  parallel zum eigentlichen Kerngeschäft vorantreibt. Weitere mal umfassendere, mal eher kleinformatige Digitalisierungs-Best Practices folgten später unter anderem vom Schmiedeunternehmen Rosswag GmbH, der AOK Baden-Württemberg bis hin zum Schreinermeister aus Bad Wildsee. Auch hier lautete das Zauberwort meistens: Zusammenarbeit – oder neudeutsch „Collaboration“. Zwischen den Zeilen konnte man immer wieder heraushören, dass es nicht allein an der Technik hakt, sondern oftmals auch am Faktor Mensch. Kein Wunder, oft fehlt es nicht nur an der fehlenden Erfahrung im Umgang mit neuen Tools und Servicemodellen, sondern auch an der entsprechenden Einstellung. Und die lässt sich auch nicht mit Milliardensummen kaufen.

Neben den unterschiedlichen Einblicken ins Jetzt und in die (digitale) Zukunft, blieben an diesem Tag dennoch einige Antworten offen. Beispielsweise bei der Frage, wie ethisch Künstliche Intelligenz sein kann, wie sich Diskriminierung von gewissen sozialen Gruppen verhindern lässt und wie die Regulation der Regierung ausfallen muss. Nach den vielen „Wenn, dann“s und „Vielleicht so“s, blieb der Eindruck, man schiebe die Diskussion lieber auf die lange Bank. Zugegeben, das Fass war für die eng getaktete Agenda bei weitem zu groß. Natürlich mussten auch die Themen  Fachkräftemangel und entsprechende Aus- bzw. Weiterbildung stattfinden, wenn auch von ähnlicher philosophischer (Nicht-)Tiefe. Am Ende blieb – kaum überraschend –viel Unschlüssigkeit übrig, wie sich diese Herausforderung wohl am besten stemmen lässt und inwieweit Schulfächer wie „Programmieren“ künftig fester Bestandteil des Lehrplans sein sollten.

Der Anfang von etwas Großem
Am Ende des vollgepackten Tages, der die umfangreiche Thematik nachmittags in verschiedenen Workshops weiter vertiefte, lässt sich zusammenfassend sagen: Es isch bessr, als en Briegl uff der Nos, ond wenn’r no so guad sitzt! (= es ist halb so schlimm!) Ja, es liegt noch ein weiter Weg vor uns. Grundsätzlich scheint das Bewusstsein allerdings bis in die Politik und in den Mittelstand vorgedrungen zu sein. Natürlich kann sich Deutschland nicht mit der vorbehaltslosen Macher-Mentalität der USA vergleichen. Hier passieren Dinge eben mit einem anderen Spirit. Wenn erst einmal der Schalter umgelegt und der Transfer hergestellt ist, könnte gerade die Wirtschaft Baden-Württembergs zum Zugpferd der „Digitalisierung made in Germany“ werden. Wer weiß, wie weit wir bis zum nächsten Digitalisierungsgipfel schon gekommen sind. Wir sind gespannt!

Sympra-Alumni im Interview: Dr. Daniel Biedermann (Daimler AG)

Dr. Daniel Biedermann ist Manager Design Thinking bei der Daimler AG und leitet dort ein 6-köpfiges Team. Zuvor war der promovierte Kommunikationswissenschaftler unter anderem als Junior Consultant und Consultant bei Sympra tätig. Im Interview mit Jasmin Sieverding erzählt der Ex-Sympraner, was er jetzt eigentlich macht, warum Design Thinking bei Daimler so wichtig ist und was für ihn die größten Unterschiede zwischen Unternehmen und Agentur sind.

Daniel, Du bist seit 2015 bei der Daimler AG und seit 2017 Manager Design Thinking. Wie lief das?
Daniel: Im Frühjahr 2015 habe ich in der Stabsstelle im IT-Bereich für die Sparte Truck, Busse & Vans beim Daimler angefangen. Damals habe ich ein ganzes Potpourri an Themen rund um die IT – also nicht nur Kommunikation –  bearbeitet. Im Sommer 2015 dann kehrten unsere Führungskräfte von einem Manager-Meeting im Silicon Valley zurück. Im Gepäck hatten sie erste Erfahrungen mit Design Thinking, aber vor allem die Begeisterung für das Thema. Unser CIO Jan Brecht hat mir den konkreten Auftrag gegeben, zu testen, ob es bei Daimler den Bedarf für Design Thinking gibt – also ganz der Haltung des Design Thinking entsprechend: Also erst mal nachweisen, ob der Nutzer es überhaupt braucht.

Das war aber was ganz Neues…
Richtig, und daher haben wir auch zunächst mit einem virtuellen Team geprüft, inwiefern Design Thinking überhaupt zur Daimler-IT passt. Das war ein Prozess, in dem wir beispielweise einen Creative Space bei uns in Möhringen konzipiert und realisiert haben. So konnten wir testen und zeigen, was alles in der Methode steckt. Wir haben mit dem Ansatz überzeugt und dann ein reales Team aufgebaut. Seit Ende 2017 sind wir zu sechst und komplett.

Was sind Deine Hauptaufgaben und Themenschwerpunkte?
Es geht vor allem darum, Design Thinking aus der IT heraus für den ganzen Konzern voranzutreiben. Das gilt für alle Bereiche, von HR bis zur Forschung & Entwicklung. Mein Team und ich, wir agieren hier wie eine interne Beratung bzw. Agentur, die bei Bedarf unterstützt. Wir machen Projekte, sensibilisieren für nutzerzentriertes Arbeiten oder sind Sparring-Partner.

Wo liegt das Potenzial von „Design Thinking“?
Ganz klar die Nutzerzentrierung. Das ist der Kerngedanke des Design Thinkings. Daimler beispielsweise entwickelt sich von einem Autohersteller hin zu einem Mobilitätsdienstleister. Das ist ein Prozess, der neben externen „Nutzern“ auch die internen betrifft. Es wird sich viel stärker auf Services rund um das Produkt konzentriert. Und um solche zu kreieren, sind beispielsweise das agile Arbeiten und das schnelle Testen von Prototypen – beides typisch für das Design Thinking – eine ideale Möglichkeit.

Hast Du ein Highlight-Projekt aus dem Design Thinking Bereich bei Daimler?
Definitiv der Aufbau des Themas als solches. Als wir damit angefangen haben, gab es nichts. Jetzt haben wir ein festes, interdisziplinäres Team mit spannenden Themen. Und auch wenn wir klein sind, sehen wir doch, dass wir im Konzern viel bewegen. Das macht stolz.

Inwiefern greifst Du heute auf Deine Ausbildung und Erfahrungen bei Sympra zurück?
Zum einen: Kommunikation steckt überall drin. Nicht nur als Teamleiter muss ich viel kommunizieren, zielgruppengerecht und von Mensch zu Mensch. Zum anderen machen wir eigene Events, kümmern uns um das Community Management unserer über 50 Design Thinking Coaches und sorgen für einen Austausch. Das sind Tätigkeiten, wie ich sie so ähnlich auch von Sympra her kenne.

Wo liegen aus Deiner Sicht die größten Unterschiede zwischen Großkonzern und Agentur?
Grundsätzlich sind es einfach andere Dimensionen. Entscheidungsprozesse im Konzern sind allein deshalb vielleicht langsamer oder laufen nach einem bestimmten Prozess ab. Aber sie haben ihren Sinn und Zweck und man lernt einfach, sich darauf einzustellen. Anders als in einer Agentur arbeiten wir für unsere eigenen Produkte – Cars, Trucks, Vans, Busse oder auch Financial Service – und wissen genau, wo unser Anteil drin steckt. Worin sich aber ein Konzern wie Daimler und eine Agentur kaum unterscheiden, ist die Themenvielfalt. In den vergangenen Jahren habe ich so Vieles kennengelernt, das war mehr als abwechslungsreich.

Ein Blick zurück: welche Erinnerungen verbindest Du mit der Zeit bei Sympra?
Allen voran das tolle Team und die Kollegen. Noch heute gibt es einen Austausch und Anknüpfungspunkte. Es klingt zudem vielleicht abgedroschen, aber das Klima habe ich tatsächlich sehr familiär in Erinnerung. Von den Themen her war es sehr abwechslungsreich: Von Ministerien bis hin zu Rohrherstellern war alles dabei. Nur das Kochen hat mich gestresst (lacht)….

Drei Tage Delhi

Eine Besonderheit unseres internationalen Agenturverbunds PRN ist, dass wir uns zweimal im Jahr treffen, um uns auszutauschen, Projekte zu besprechen, voneinander zu lernen. Die Meetings organisiert immer eine andere Mitgliedsagentur. Zum ersten Mal hat es jetzt in Indien stattgefunden.

PR-Gipfel oder: #RiseOfNewIndia

Den Anspruch, die Treffen durch den Vortrag eines externen Experten zu ergänzen, haben die Kollegen unserer Partneragentur Skateboard Media mehr als erfüllt: Sie haben kurzerhand einen ganztägigen „PRN Communications Summit“ organisiert. In Vorträgen und Podiumsdiskussionen ging‘s um Themen wie die Medienlandschaft in Indien, Blogger und Influencer Relations, Frauen in der PR oder die Sichtweise der Millennials auf die PR der Zukunft. Bei allen Programmpunkten waren Vertreter der PRN-Agenturen mit eingebunden, was dem Ganzen noch einmal einen besonderen internationalen Touch gab. Die rund 100 Zuhörer aus Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen waren sehr angetan von den einzelnen Panels und diskutierten eifrig mit. #RiseOfNewIndia war an diesem Tag landesweit einer der am häufigsten benutzten Hashtags.

Zusammen mit meiner indischen Kollegin Shailaja Rao eröffnete ich in meiner Funktion als Chairman den PRN Communication Summit.

Vertreter von PRN-Partneragenturen aus zwölf Ländern von vier Kontinenten.

Herausgreifen möchte ich zwei Themen, die ich nachhaltig spannend finde: Zum einen die nach wie vor wichtige Rolle, die gedruckte Zeitungen und Magazine in der indischen Medienlandschaft spielen. Auch wenn digitale Medien immer mehr an Bedeutung gewinnen und soziale Netzwerke weit verbreitet sind: die gedruckte (Lokal-)Zeitung genießt weiterhin höchstes Vertrauen bei ihren Lesern. Tausende von Zeitungen in unterschiedlichen Landessprachen erscheinen täglich. (Dazu hat auch meine Kollegin Jagori Dhar unlängst gebloggt.)

Und: In einem Panel mit Gründern stellte eine junge Dame ihr Startup vor. Sie produziert hochwertige Damenbinden aus natürlichen Rohstoffen – offenbar eine große Marktlücke. Angesprochen darauf, ob sie daran denke, die Produkte auch zu exportieren, ließ sie das Auditorium wissen, dass der indische Markt ein so großer Markt sei, dass sie – wie auch sehr viele andere Unternehmen – gar keine Not habe zu exportieren. Man muss sich immer wieder vergegenwärtigen, dass wir hier von 1,2 Milliarden Menschen sprechen, Tendenz weiter steigend.

“Incredible India”: zwischen Hightech und Tuk Tuk 

Es war mein erstes Mal in Indien. Nach nur wenigen Flugstunden landete ich in Delhi, der Hauptstadt einer tatsächlich ziemlich anderen Welt. Angekommen um 4 Uhr morgens brachte mich ein Taxi zum Hotel in der Stadtmitte. In der Nähe des Flughafens gab es auf der dreispurigen Straße noch recht viel Verkehr, und ich wunderte mich, wie virtuos uns der Fahrer – ständig hupend – zwischen anderen Taxis, Tuk Tuks und diversen Lastwagen (manche davon parkend) bugsierte. Gerne hätte ich mich angeschnallt, leider war die Sicherheitsgurte zu kurz für mich. Fortan wählte ich nur noch Uber. Die zu bestellen ist übrigens ganz einfach: an jeder Ecke gibt’s Free WiFi.

 

Mit einem ganz besonderen Ausflug endete das diesjährige PRN-Meeting in Delhi: Es ging zum vier Stunden entfernten Taj Mahal. Gut, dass wir angemeldet waren und uns nicht in die mehrere Hundert Meter lange Schlange einreihen mussten. Das Bauwerk (eigentlich eine ganze Anlage von Palästen und Grabmälern) ist beeindruckend und zurecht eines der sieben Weltwunder. Muss man unbedingt gesehen haben!

Mein Fazit: Die Kollegen von Skateboard Media haben nicht zuletzt durch die Organisation des PRN Communication Summit belegt, dass sie zurecht zu den führenden Agentur des Landes gehören – wir freuen uns, dass sie Mitglied in unserem Netzwerk sind. Das Treffen mit einem Dutzend der rund 20 Partneragenturen hat uns innerhalb von PRN noch enger zusammengeschweißt. Das ist wichtig, wenn man seiner Kundschaft guten Gewissens die Leistungen der Partner verkaufen will. Indien ist ein riesengroßer Markt mit enormen Potenzial. Während unser Blick stets in Richtung China geht, darf man dieses mächtige Land nicht vergessen. Mit unserer indischen Kollegin Jagori Dhar und unseren Partnern von Skateboard Media sind wir bestens aufgestellt, die deutsch-indischen Beziehungen zu vertiefen.

 

Transforming Communication – oder: Wir haben es in der Hand

Es war irgendwann im vergangenen Jahr. Zwischenzeitlich hatten wir sie oft genug in appetitliche Häppchen gepackt: die Vorteile und Probleme der agilen Arbeitsweise unserer Konzernkunden, die Chancen und Risiken der Digitalisierung bei den Mittelständlern, die Verheißungen des digitalen Arbeitsplatzes für mehr Mobilität, bedarfsgerechtes Lernen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wie sie die Berater gerne propagieren. Wir hatten einige unserer Kunden beim Umkrempeln ihrer Kommunikation beraten und hier jedes Mal grundständig neu denken müssen. Intern diskutierten wir über flexible Arbeitszeiten und warfen geübte Meeting-Formate über den Haufen, während wir uns parallel zu Blockchain-Summits anmeldeten, neue Methoden wie Design Thinking für uns zu entdeckten und in einem Potpourri aus visionären Vorträgen und Events der Welt 2025ff ins Auge blickten. Ja, und wir hatten Krisen gemanagt zu Themen, die sich bislang nicht als Gefahrenzonen verdächtig gemacht hatten. Kurz: Höchste Zeit, die Sache mit der andauernden Transformation mal auf den Punkt zu bringen. Wir verändern. Während, weil, nur wenn wir uns verändern. Sind gleichermaßen Teil des Prozesses und ihr Treiber. Transforming Communication: das Motto unseres nächsten Streckenabschnitts.

 

Unerklärliches als Taktgeber
Leitplanke 1: Veränderungen, die selbst vor Dimensionen wie Zeit und Raum nicht Halt machen, vermessen auch die kommunikativen Herausforderungen neu. Wo etwas beginnt, das binnen kürzester Zeit alternativlos ist, wo sich Veränderungsprozesse nicht mehr von A wie Anfang bis Z wie Zielerreichung durchdeklinieren lassen, wo Geschäftsfelder infrage stehen, deren leiseste Erschütterung noch bis vor kurzem als systemkritisch galt, wo eingeübte Rollenverteilungen obsolet werden und Wertschöpfungsketten jederzeit wie Kartenhäuser in sich zusammenfallen können, müssen wir unsere Rolle als Kommunikatoren und das, was wir können, neu justieren.

Die Gemengelage ist komplex. Was uns zunächst einmal entgegenkommt, denn mit komplexen Sachverhalten kennen wir uns aus. Die digitale Transformation in den Unternehmen zu begleiten, das heißt durchaus auch, ihre Themen zu verstehen. Wissen, worum es geht, wenn von Blockchain, IoT, Agilität, Scrum, Disruption, Industrie 4.0 und anderen Buzzwords der Digitalisierung die Rede ist. Wir müssen das erklären, denn tatsächlich bleibt die sachliche Auseinandersetzung auch oder gerade in Zeiten von „Content made by everybody“ ein wesentliches Element der Meinungsbildung. Nichts weniger ist nämlich gefragt, wenn der Wandel gelingen und möglichst wenig(e) dabei auf der Strecke bleiben soll(en): eine grundlegende Neuausrichtung des Mindsets. Orientierung geben? Gut. Aber nicht genug.

Vorreiter im Blindflug
Leitplanke 2: Die Kommunikation ist gefordert, neben Informations- und Impulsgeber auch Mutmacher und Integrator zu sein. Sie muss die Tragweite der Veränderungen antizipieren – unternehmenskulturell, betriebswirtschaftlich, sozial. Und zwar noch bevor sich diese am Horizont abzeichnen, und ohne sich dabei auf Erfahrungswerte berufen zu können. Denn das ist ein wesentlicher Kern dieser durch die Digitalisierung getriebenen Transformation, die eben nicht nur einzelne Branchen oder Personengruppen erfasst: Sie ist keine vorübergehende Erscheinung, sie hat kein erklärtes Ziel, kein definierbares Ende. Die technische Entwicklung befeuert vielmehr einen fundamentalen gesellschaftlichen Wandel, dem die Player in den vertrauten Anwendungsdomänen hinterherlaufen. Sie sind Getriebene, die sich nicht darauf verlassen können, dass morgen noch gilt, was heute wahr ist.

Das bedeutet für uns nicht weniger, als die Kommunikatoren dabei zu unterstützen, ihre Arbeitsweise neu zu erfinden. Ohne Genaueres zu wissen Neues zu wagen. Die schnelle Idee der langfristigen Planung vorzuziehen. Ihre Toolbox um neue Methoden zu erweitern, um den disruptiven Ansatz für sich fruchtbar zu machen. Und mit gutem Beispiel voranzugehen, wenn es darum geht, immer wieder und immer öfter von Null anzufangen. Wir müssen das können, um weiterhin in der Lage zu sein, die kommunikativen Herausforderungen unserer Kunden zu lösen.

Glücksfall oder Fallstrick?
Leitplanke 3: Allen Unkenrufen zum Trotz, behaupten wir jetzt mal, externe Berater, Ideengeber, Draufseher, Unterstützer, Einfänger, Umsetzer (…) – also Leute wie wir – werden weiterhin gebraucht. Ja, es stimmt natürlich, dass es in der Zwischenzeit und angesichts der oben skizzierten Arbeitsweise durchaus sinnvoll sein kann, sich erst einmal im eigenen Haus zu versuchen, bevor man vermeintlich teure Externe ins Boot holt. Aber die Spezies der Agenturmenschen hat einen, sie hat den entscheidenden Vorsprung: Sie ist geübt im Ausprobieren, Scheitern, Aufstehen. Längst gewöhnt an temporäres Einsteigen in Projekte, die schnelle, gezielte, individuelle und natürlich bisher ungesehene Lösungen erwarten.

Geschwindigkeit und Kundenorientierung – das ist die Währung der neuen, digitalen Zeit. Werte, die zu unserer DNA gehören und mit ihren Schwestern Zuverlässigkeit und Fairness eine unwiderstehliche Verbindung eingehen. Keine Frage: Die Transformation mit ihren ständig neuen Gesichtern verlangt andauernde Aufmerksamkeit und ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit. Das zu leisten, ist extrem anstrengend, und wird uns zwingen, uns immer wieder zu häuten, neue Formen anzunehmen – im doppelten Wortsinn. Wir werden liebgewonnene Denk- und Verhaltensmuster verlieren. Und dafür den Spielraum gewinnen, die Veränderung aktiv mitzugestalten. In diesem Sinne: Transforming Communication – das ist Sympra 2019ff.

 

365 spannende Tage!

Neue Wege zu gehen und trotz Wandel aller Orten die Spur zu behalten, auch in frostigen Zeiten und heißen Phasen nicht auf der Strecke zu bleiben, ausgetretene Pfade zu verlassen, ohne in einer Sackgasse zu landen: Auch dieses Jahr begleiten wir unsere Kunden auf kommunikativen Reisen zum Ziel. Als Lotse, Scout, Partner und Expeditionsleiter.

Wir sind neugierig auf das, was vor uns liegt, und freuen uns auf die bevorstehenden 358 Tage. In diesem Sinne wünschen wir ein frohes, gesundes und vor allem erfolgreiches 2019!

Sympra spendet an Weihnachten: nichts.

Denn (soziales) Engagement hängt bei uns nicht an einer Jahreszeit. Das gilt für unsere Profession, wo wir an verschiedenen Hochschulen und Schulen Einblicke in die Welt der PR geben. Das gilt für unser Selbstverständnis als Mitmenschen, das wir etwa durch Unterstützung beim Förderkreis krebskranke Kinder e. V. Stuttgart, bei der Stammzellenregistrierungsaktion der Lions Clubs Stuttgarts oder in Sprachkursen für Flüchtlinge unter Beweis stellen. Und das gilt für uns als Tellerrandgucker, die der Sozialunternehmerin Katrin Pütz bei ihrem Biogasprojekt in Afrika zu Seite stehen. Und das nicht nur zur Weihnachtszeit.

Block. Chain. Blockchain.

Ja, die Blockchain ist in vieler – nicht aller! – Munde. Meist wirkt die Sache etwas nerdig, behaftet mit Buzzwords. Grund genug also, das Thema einmal auf die Kette zu bringen.

Wie funktioniert‘s?

Um das Prinzip zu veranschaulichen, ein einfaches Beispiel: Eine Bio-Orange wächst auf einer spanischen Plantage am Orangen-Baum. Damit jeder weiß, dass es sich um eine Bio-Orange von genau dieser Plantage handelt, legt der Bauer eine Karteikarte bei sich an. Darauf ist eingraviert „Diese Orange hat Bauer XY angebaut.“ Er verkauft die Orange nun weiter an den Händler. Der Händler seinerseits legt ebenfalls eine Karte an, auf der steht „Diese Orange hat Händler Z für 25 Cent im Sommer von Bauer XY gekauft.“ Händler Z gibt die Orange weiter an den Supermarkt, der seinerseits einen Datensatz eröffnet mit dem Inhalt „Supermarkt A hat die Orange von Händler Z ins Sortiment gegeben.“ Und dann kommt der Kunde B, kauft eine Orange, und direkt wird in seiner persönlichen Karteikarte der Satz eingetragen„Kunde B hat die Orange für 1,50 Euro im Supermarkt A gekauft.“ Bei jeder Transaktion wiederum notiert der vorherige Besitzer seinerseits auch den nachfolgenden auf seiner Karteikarte, inklusive Kontaktdaten. Lückenlos lässt sich dann zurückverfolgen, wo die Orange her kommt und welche Transaktionen sie hinter sich hat. Die Daten sind also auf viele Stellen verteilt. Sollte ein an der Kette Beteiligter seine Karteikarte aus welchen Gründen auch immer verändern wollen, dann geht das nicht ohne Zustimmung der anderen. Die Kette lässt sich nicht lösen.

Etwas technischer, Bitteschön!

Übertragen auf die dezentrale Technologie, hat jeder, der an der Kette beteiligt ist (der Miner), alle oder einen Teil der Daten bei sich auf dem Computer in einem Peer-to-Peer Netzwerk gespeichert. Hierfür stehen verschiedene Blockchain-Softwares zur Verfügung. Die Datenblöcke sind wie eine Kette miteinander verknüpft und zwar über digitale Codes, die sogenannten Hashes. Anhand dieser Hashes lassen sich aber auch die Informationen der Blöcke überprüfen. Sollten also die Informationen im Block verändert werden, passt der Hash nicht mehr. Die Kette wäre ungültig. Und daher können Einzelne eine solche Kette auch nicht verändern, sondern die Mehrheit muss zustimmen. Die Technologie des Distributed Ledger – also eines „verteilten Logbuchs“ – deren wichtigster Vertreter die Blockchain ist, kann die Datenverwaltung in Unternehmen oder vor allem Behörden ganz massiv verbessern. Sie verbindet Digitalisierung mit Vertrauen, lässt sich nach heutigem Stand nicht manipulieren. Um aktuelle Herausforderungen wie eine energiefressende Architektur, einen Stau an der Kette auf Seiten der Miner, eine langsame Performance aufgrund statischer Ketten etc. in den Griff zu bekommen, gilt es, die Technologie entsprechend weiterzuentwickeln.

Und nun?

Natürlich kann man sich fragen „muss ich wirklich wissen, was eine Blockchain ist, wie sie funktioniert und welche Technologie dahinter steckt?“. Nein. Es interessiert ja auch die wenigsten, ob sie ihre Mails über einen SMTP, IMAP oder POP3 Port verschicken. Hauptsache, es funktioniert! Ähnlich wird es auch in wenigen Jahren mit der Blockchain sein. Dann werden hinter vielen Anwendungen Blockchains stecken, völlig unbemerkt.

Sympra ist ein Top-Arbeitgeber – weiß auch FOCUS-BUSINESS

Sympra zählt zu den „Top-Arbeitgebern Mittelstand“. Sagt die Redaktion FOCUS-BUSINESS und ließ uns dies gestern mittels zugesandter Urkunde wissen. Wie die Redaktion darauf kam? Wir haben mindestens zehn Bewertungen auf der Plattform kununu.de, davon mehr als fünf seit dem 1. Januar 2017 und durchschnittlich wenigstens 3,5 Sterne. Dies, und eine Mitarbeiterzahl zwischen 11 und 500 genügten, um als eines von 2.800 Unternehmen ausgezeichnet zu werden. Immerhin: Die Grundgesamtheit war mit 750.000 Unternehmen doch recht groß!

1. Wir freuen uns natürlich, dass uns FOCUS-BUSINESS auszeichnet, zumal als einzige Public-Relations-Agentur in Baden-Württemberg. Ganz so schlecht ist es also nicht, wie der Schwabe sagen würde.

2. Wir könnten das jetzt kommunikativ so richtig ausschlachten. Mit der Urkunde kam eine Muster-Presseinfo und das Angebot, ein Siegel für Mails und Drucksachen (EUR 6.500), eine Trophäe (EUR 250), weitere Urkunden (35 EUR das Stück) und jede Menge Ausgaben der Zeitschrift mit dem Ranking zu erwerben.

3. Mir fällt auf, dass ich vermutlich zum ersten Mal eine Ausgabe von FOCUS-BUSINESS in der Hand halte. Ganz gut gemacht, so eine Art Manager-Magazin im FOCUS-Format. Ich ahne, dass wir nicht nur Preisträger, sondern auch Testimonial und Multiplikator für das Blatt werden, wenn wir kräftig und kostenpflichtig auf den Putz hauen.

4. Unsere Kunden fragen uns regelmäßig, ob sie sich nicht bei den diversen Arbeitgeber- und Unternehmensrankings beteiligen sollen, zu denen sie meist von prominenten Schirmherren und -damen eingeladen werden. Wir sind eher skeptisch, was solche kostspieligen Engagements angeht. Wer einen Blick in den Stellenteil der Zeitung oder auf Anzeigen in einschlägigen Stellenportalen wirft, stellt fest, dass sich offenbar jede zweite Firma als „Top-Unternehmen/-Arbeitgeber/100/…“ bezeichnen darf – die Gründe dafür sind vielfältig.

5. Pressemeldungen über solche Auszeichnungen werden selbstredend eher selten veröffentlicht. Das kann man den Redakteuren auch kaum verübeln, sowohl in quantitativer Hinsicht, als auch mit Blick auf die Bewertungsgrundlagen (s.o.). Für ausgezeichnete Hidden Champions im Schwarzwald oder auf der Schwäbischen Alb mag sich der Lokalredakteur zuweilen noch erwärmen. Aber die Erwartungen sollten nicht zu hoch sein, wie wir unseren prämierten Kunden nimmermüde erläutern. Für die eigene Website und für soziale Medien ist es natürlich wunderbarer Content.

6. Wir werden unsere Auszeichnung also nicht an die große Glocke hängen. Aber wir haben unsere Urkunde gerahmt und an unserer Wall of Fame aufgehängt, denn bei aller Skepsis: Um es gänzlich zu ignorieren, klingt es einfach zu gut.

Meine CeBIT

Kurz nach dem Mittagessen an einem Dienstag Mitte März 1987. Ich hatte Semesterferien und absolvierte ein Praktikum bei der Standard Elektrik Lorenz AG (SEL) und machte mich zusammen mit meinen Kollegen Andrea und Jürgen in einem Ford Escort auf den Weg nach Hannover. Hinter Würzburg legten wir eine Kaffeepause ein und freuten uns auf ein gemeinsames Abendessen im Hotel. Es begann zu dämmern, und irgendwo hinter Kassel gab’s Blitzeis. Stau. Wenig später fing es an zu schneien. Wir bewegten uns im Zeitlupentempo zusammen mit ungezählten anderen Lkws und Pkws Richtung Norden. Zu dieser Zeit hatten wir weder Navi noch Handy (technologiebedingt) noch ein funktionierendes Autoradio (Escort-Besitzer-bedingt). Wir wussten nicht recht, wo wir sind, geschweige denn, wie die Straßenverhältnisse vor uns waren – und wann bzw. ob wir jemals ankommen sollten. In Göttingen verließen wir die Autobahn, um bei McDonald’s was zu essen – es war jetzt schon viel später, als unsere anvisierte Ankunftszeit im Hotel, der Parkplatz vor dem Burgerladen der einzige, der vom Schnee geräumt war. Kurz drauf wieder auf der A7 im Stop-and-Go-Verkehr, der bis nach Hannover reichte. Nun: Wir erreichten unser Hotel auf dem Bocksberg gegenüber dem Messegelände um kurz vor 6 Uhr am Morgen, duschten, frühstückten und gingen zum Briefing auf den Messestand. Diese CeBIT ging als „Schneebit“ in die Annalen ein.

Diese Messe war für mich, der ich bislang nur die kleine Südwest-Messe in meinem Heimatort gekannt hatte, eine Veranstaltung der Superlative. Größtes Messegelände der Welt, Halle 1 – die größte Messehalle der Welt, SEL war mit 500 Mitarbeitern auf zwei Riesenständen präsent, der Vorstandsvorsitzende hatte sein Hotel am Timmendorfer Strand und kam täglich mit dem Hubschrauber zum Messegelände, der Bundeskanzler hatte sich angesagt, der Postminister sowieso. Es gab einen bunten Abend für Journalisten mit Delikatessen, die frisch aus Stuttgart eingeflogen wurden, und schwäbischen Kabarettisten und schönen Geschenken. Überhaupt: Geschenke. Ich kam mit einem ganzen Koffer voller Wein, Schreibblöcke, einem Taschentuch, einem Speckbrett, Spielzeug und noch mehr nach Hause, vieles davon bei den Hostessen der Nachbarstände gegen die Werbegeschenke unseres Standes eingetauscht. Zufällig war an einem der Abende für mich eine Eintrittskarte für einen Showkampf zwischen Steffi Graf und Monika Seles übrig. Einen Abend verbrachten wir in der „Münchner Halle“ auf dem Messegelände, wo sich insbesondere japanische Gäste sehr wohlfühlten und gerne auch mal die Blaskapelle dirigierten. Was ich tatsächlich auf den beiden Messeständen an den acht (!) Tagen gearbeitet hatte, weiß ich nicht mehr so genau. Es war auf jeden Fall bis dahin eine meiner beeindruckendsten Wochen. Echtes big business!

3-Stunden-Nächte und gegrillte Heidschnucken 

Viele CeBIT-Besuche folgten. Inzwischen mit Sympra, unterstützten wir immer wieder SEL, die inzwischen Alcatel und später Alcatel-Lucent hieß. So erstellten wir für die 500 Mitarbeiter eine tägliche Zeitung, um sie darüber zu informieren, was auf ihren Messeständen den ganzen Tag lang passierte. Wir führten tagsüber Interviews, schossen Bilder, recherchierten Themen („Wie viele Bockwürste kochen Sie jeden Tag?“), nach Messeschluss fingen wir an zu layouten. Irgendwann in der Nacht fuhren wir in unser Quartier in Pattensen, um morgens um 6 Uhr wieder auf dem Stand zu sein, um den aktuellen Pressespiegel zusammenzustellen, der Bestandteil der Zeitung werden sollte. Diese kopierten wir, hefteten sie und drückten sie pünktlich ab 8.30 Uhr dem Standpersonal in die Hand.

Ein anderer Kunde von uns hatte seine gesamte Mannschaft – das war ein ganzer Bus voll – in Privatzimmern in Winsen an der Aller untergebracht, eine gute Fahrstunde vom Messegelände entfernt. Da der Geschäftsführer seine Schäfchen auf dem Weg ins Quartier immer noch zum Abendessen einladen wollte, bedeutete dies für das Personal einen reichlich späten Feierabend. Wir waren bei diesem Softwarehersteller nicht nur für den Standbau und die Pressearbeit zuständig, sondern auch für die Wellness der Mitarbeiter, sprich: Hatte jemand ein Problem, einen Sonderwunsch oder musste was wissen, durfte er sich jederzeit an meine Kollegen Veronika und Helmut wenden. Auch das Hammelgrillen irgendwo in der Nähe von Celle hatten wir organisiert.

Prägende Erinnerungen an tolle Tage

Im Laufe der Jahre war die CeBIT fester Bestandteil unseres Agenturjahres, immer verbunden mit Stress, weil manche Exponate halt erst Tage vor Messestart fertig wurden oder weil kreative Marketingkollegen noch kurzfristig geniale Ideen hatten. Wir sind mit einem VW Polo voller Petit fours nach Hannover gereist, im Zug, nie mit dem Flugzeug. Zeitweise betreuten wir ein halbes Dutzend unserer Kunden intensiv auf der CeBIT und kamen in echte Probleme mit unseren Personalressourcen. Unsere Volontäre und Trainees konnten hier zeigen, wie belastbar sie sind. Ich erinnere mich an einige sehr erfolgreiche Pressekonferenzen, tolle Gespräche mit Redakteuren, an technische Innovationen, die hier Premiere feierten (z. B. ISDN), an Menschenmassen, die sich interessiert durch die Gänge schoben, an die Entourage, die mit dem Bundeskanzler oder der Bundeskanzlerin die Runde machten (toll, wenn sie auch auf einen unserer Stände kamen!), an die Delegationen, die sofort erkennbar aus dem Ostblock oder aus dem Nahen Osten angereist waren, an Günter Jauch, der eine Show auf einem unserer Stände moderierte, und an ein Michael-Jackson-Double, das Playback sang …

Ich krieg’s nicht mehr zusammen, wie oft ich auf der CeBIT war. Die letzten Jahre nicht mehr, denn unsere Kunden wollten sich den Aufwand nicht mehr antun. Auf der letzten CeBIT, die ich vor ein paar Jahren besucht habe, gab es schon arg viele Lounges und Blumenarragements, wo in besseren Zeiten Verkaufsgespräche geführt wurden. In den vergangenen Jahren interessierte mich die Messe kaum noch. Über das neue Konzept habe ich gelesen, für eine Reise an die Leine konnte es mich nicht mehr animieren. Schade.

Brexit: Do British companies escape the EU GDPR?

In Germany, the first panic regarding the EU General Data Protection Regulation (GDPR) has subsided. But what is the situation in the United Kingdom? Is the Brexit a kind of “GDPRexit”? Are British companies and agencies still interested in EU legislations at all? Sympra asked Aimee Postle from Prova PR, our partner agency in Warwick.

What are the most important changes with the GDPR compared to the previous data protection laws? In general and specific for agencies like Prova?

Aimee: GDPR places a lot more emphasis on the record-keeping around consent when it comes to retaining and using personally identifiable data. While organisations needed to ensure consent under the previous regulations, GDPR offers a more structured framework to comply with.

What do British agencies and companies in general think about the GDPR? Do they care about the European law?

Aimee: There was a lot of media coverage around GDPR and many of our clients had questions about how they would be affected. The PR and marketing world understands why the regulation is in place but there was initial misunderstanding in the sector around the impact that it would have on managing communications channels responsibly.

In Germany there was some panic at first, because many were afraid that they would no longer be allowed to do anything with personal data. Has there been anything similar in the UK?

Aimee: There was initial GDPR panic, with many organisations wondering how to ensure compliance. As GDPR is a bit of a ‘grey’ regulation i.e. it is about intent and not just action, there were concerns about how companies could prove they were compliant. High profile stories included the pub chain Wetherspoons deleting it’s entire email database rather than trying to unpick and prove compliance.

What role does Brexit play for the future validity and in discussing and handling the GDPR in UK?

Aimee: It is likely that the USA will implement a similar policy to the EU GDPR regulations and so, essentially, anyone wishing to trade outside of the UK will need to comply, regardless of Brexit. The regulations will apply to personally identifiable information of anyone in the EU and, potentially, the USA – a large number of global citizens.

Thank you, Aimee!