Warum sich Pro-bono-PR lohnt

Wenn’s um Pro-bono-Arbeit geht, fragt man sich als PR-Agentur: Womit können wir gesellschaftlich einen wirklichen Mehrwert schaffen? Natürlich ist es hilfreich, Vereinen und Organisationen durch Spenden zu unterstützen. Nicht minder wertvoll ist jedoch die Unterstützung durch Kommunikationsarbeit. Kein gemeinnütziger Verein kommt ohne gute PR aus. Im Gegenteil: Insbesondere im Social-Profit-Bereich sind nachvollziehbare Argumente das A und O, um eine potenzielle Unterstützergruppe davon zu überzeugen, für die eigene Vision einer besseren Welt einzutreten. Viele namhafte Sozialprojekte entstehen so: Auf Basis einer kleinen Idee wachsen sie mithilfe verständlicher, klarer und einfühlsamer Kommunikationsarbeit zu gesellschaftsweit einflussreichen Akteuren heran.

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Kommunikationsagenturen können hier wirklich Gutes tun. Darum sind Pro-bono-Projekte fester Bestandteil der PR-Aktivitäten von Sympra. Wir verschenken Kommunikationsarbeit an ausgewählte Initiativen. Insbesondere Social-Profit-Akteure in den Kinderschuhen profitieren davon nachhaltiger, als wenn sie eine monetäre Spende von uns erhalten würden.

Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit mit Katrin Pütz. Die junge Agraringenieurin und Hohenheim-Absolventin lernten wir über einen Kunden, die Siemens Stiftung, kennen: Katrin Pütz ist Preisträgerin des empowering people. Award 2013. Sie wurde für ein ganz besonderes Projekt ausgezeichnet, in dessen Mittelpunkt ein selbst entwickelter Biogasrucksack steht. Mithilfe dieser sehr einfachen und günstigen Lösung soll es Menschen in Regionen mit fehlender Energieinfrastruktur ermöglicht werden, bis zu 1.000 Liter Biogas auf dem Rücken von der Biogasanlage nach Hause zu transportieren, um damit kochen zu können. Mit ihrem Sozialunternehmen (B)energy ist die Agraringenieurin derzeit vor allem in Äthiopien aktiv. Sympra fand ihr Engagement und ihre Idee so beeindruckend, dass wir anboten, (B)energy bei der Öffentlichkeitsarbeit pro bono zu unterstützen.

Kommunikationsarbeit im Ehrenamt ist herausfordernd. Denn sie muss quasi „nebenher“ laufen, braucht aber natürlich dieselbe Aufmerksamkeit und strategische Herangehensweise, wie jedes andere, reguläre Projekt auch. Dennoch gilt es, den Aufwand – bei aller Begeisterung, die sinnstiftende Themen mit sich bringen – in vertretbarem Rahmen zu halten.

Das erfordert Verständnis und Augenmaß auf beiden Seiten. Nicht zuletzt auch dafür, dass die Prioritäten nicht immer passgenau übereinstimmen. Während sich für den Klienten neue Horizonte öffnen und die gebotenen Optionen häufig mit großem Engagement wahrgenommen werden, darf das laufende Agenturbusiness nicht leiden. Mit Katrin Pütz haben wir u. a. eine zweisprachige Broschüre umgesetzt, mit der sie ihre Idee weiter verbreiten kann; im nächsten Schritt wollen wir sie dabei unterstützen, ein Finanzierungsmodell für ihre Produkte bekannt zu machen.

Es wäre jedoch falsch zu behaupten, dass unser ehrenamtliches Engagement gänzlich uneigennützig ist. Zum einen ist es wichtig und gewinnbringend, immer wieder über den Tellerrand hinaus schauen zu dürfen. Was gibt es da draußen an unabhängigen Ideen und inspirierenden Kontakten? Was passiert jenseits unserer eingetretenen Pfade und wiederkehrenden Themen? Für alle Mitwirkenden ist die Erfahrung, mit der eigenen Arbeit etwas bewegen zu können, eine schöne Bestätigung. Alle diese Aspekte bereichern ganz ohne Zweifel unser Alltagsgeschäft. Zum anderen bietet Pro-bono-Arbeit unserem PR-Nachwuchs ein anregendes Lernfeld. Unsere Trainees, denen wir solche Projekte unter professioneller Anleitung anvertrauen, haben hier viel Raum zum Ausprobieren. Sie führen ein reales Kommunikationsprojekt von Anfang bis Ende durch, ohne jedoch unter dem üblichen Budget- und Zeitdruck des Alltagsgeschäfts zu stehen.

Foto: Photocase

 

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Warum ich nicht (mehr) im Vertrieb für Startups arbeite

Mein Freund Albrecht hatte eine gute Idee: Selbst Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr und daher Insider, was den persönlichen Geschmack der Kameraden anging, startete er mit dem Handel von Bierkrügen mit Sankt-Florian-Motiven. Mit gedruckten Flyern schrieb er die Feuerwehren des Landes an und offerierte seine Krüge bedruckt mit Drehleitern, Feuersbrünsten, löschenden Feuerwehrmännern. Teils verkaufte er die Krüge in Kommission, teils aus seinem kleinen Lager in der Scheune seiner Eltern. Der Geschäftsverlauf war – sagen wir mal: durchaus typisch für ein Startup in der Anfangsphase.

Die Weihnachtszeit nahte, und was liegt da näher, als Bierkrüge, Wandteller und Porzellan mit verschiedenen Motiven auf dem Pforzheimer Weihnachtsmarkt zu verkaufen? Drei Wochen auf einem Markt sollten Albrecht den finalen Durchbruch bringen!

Einziges Problem war: Albrecht befand sich gerade in der Schlussphase seiner Dissertation und konnte nicht selbst am Stand verkaufen. Gute Freunde – wie ich – Kommilitonen, Geschwister und Verwandte bildeten daher die Vertriebsmannschaft. Da der Stand immer von zwei Personen besetzt werden musste, gab es einen detaillierten Einsatzplan im schön geschmückten Holzhäuschen in der Pforzheimer Fußgängerzone.

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Gut gefüllt mit Dutzenden von Bierkrügen  für Angler, Kegler und Tennisspieler, für Bäcker, Metzger und Maurer, mit Blumenmotiven und lustigen Sprüchen („Bier her, Bier her, oder ich fall’ um!“), Jahreskrüge mit ziseliertem Zinndeckel, einen Krug, aus dem zwei Personen gleichzeitig trinken können. Und natürlich Wandteller: bedruckt mit Spitzweg- und Rembrandtmotiven, mit Bildern naiver Künstler, mit historischen Ansichten von Pforzheim. Und eine Riesencharge Mercedes-Benz-Krüge („100 Jahre Automobil“), ein Restposten, bei dem die Marge beträchtlich gewesen wäre – hätten wir denn welche davon verkauft. Haben wir aber nicht. Es gab sogar einen Tag mit dem Negativrekordumsatz von 0 DM (in EUR: 0).

Aus Marketingsicht hatte das Projekt Probleme bei allen vier „P“s:

  1. Price: Die Produkte waren schlichtweg zu teuer. Nur wenige kaufen auf einem Weihnachtsmarkt spontan Waren, die teurer, teils sehr viel teurer als 20 Mark/Euro sind.
  2. Place: Unser Standort war beschissen.
  3. Promotion: Wie soll ich Kunden anwerben, wenn stundenlang schlichtweg niemand am Stand vorbeiläuft?
  4. Product: Wer, um Gottes Willen, braucht einen Fußballer-Krug oder einen mit Silberdisteln bedruckten Teller?

Der Gründer, damals fast promovierter Wirtschaftswissenschaftler, musste seine Geschäftsidee als gescheitert betrachten. Der Gewinn aus drei Wochen Markt reichte bei weitem nicht aus, die Platz- und Standmiete zu bezahlen, und schon gar nicht für die vereinbarten Honorare des Verkaufspersonals.

Ich erinnere mich immer wieder an das Projekt zurück, das nun wirklich schon viele Jahre zurückliegt. Ich habe gelernt, dass Verkaufen auf einem Markt eine Knochenarbeit sein kann; lieber preise ich PR-Dienstleistungen an, hinter denen ich stehen kann, als dass ich kitschige Porzellanartikel an Mann zu bringen versuche. Wir sahen Albrechts Idee als spaßiges Studentenprojekt an; heute würden wir sagen, dass wir uns in ein Startup eingebracht haben – und da ist Scheitern bekanntlich erlaubt. Und vielleicht entsprang dem Spirit, den wir damals alle entwickelt hatten, auch der Funke, der mich Jahre später eine Agentur gründen ließ.

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Zuhause habe ich noch einen dieser Krüge. Er ist selten in Gebrauch, und jedes Jahr überlege ich, ob ich ihn nicht als Geschenk fürs Schrottwichteln geben soll. Ich bring’s dann aber doch nicht übers Herz, mich von ihm zu trennen. Er ist halt doch eine Trophäe meines Einsatzes im Gründer-Hard-core-selling.

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Magazin der Universität Stuttgart mit Sympra

20161128_unistuttgart_titel_fuerpi_01Die Hochschulkommunikation der Universität Stuttgart hat sich für die Erstellung des aktuellen Uni-Magazins „Forschung Leben“ Unterstützung bei Sympra geholt. Die Stuttgarter Agentur verantwortete dabei sowohl die Projektsteuerung als auch die Recherche und Erstellung der Fachartikel. In der siebten Ausgabe von „Forschung Leben“ werden Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus allen Forschungsbereichen der Uni vorgestellt oder portraitiert. Hochkomplexe Themen wie die Beobachtung unternehmerischer Entscheidungen im Gehirn oder Molekulardynamiksimulationen werden dabei gleichsam einem Fachpublikum wie Forschungsinteressierten vermittelt.

Rund 28.000 Studentinnen und Studenten sind an der Universität Stuttgart mit ihren zehn Fakultäten eingeschrieben. Mit seiner ingenieur- und naturwissenschaftlichen Ausrichtung ist die Universität Mitglied der TU9 German Institutes of Technology und zählt zu den Reuters Top 100 „Europe’s most innovative Universities“

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Stuttgarter Flughafen optimiert interne Kommunikation mit Sympra

Die Stuttgarter Flughafengesellschaft (FSG) möchte mit der Unterstützung von Sympra, Stuttgart, ihre interne Kommunikation untersuchen lassen. Ziel der Analyse sämtlicher Kommunikationsmaßnahmen und ihres Effekts bei den Zielgruppen ist es, gegebenenfalls vorhandenes Optimierungspotenzial zu entdecken und Handlungsempfehlungen zu entwickeln. Die Flughafen Stuttgart GmbH hat als Betreiberin des Flughafens etwa 1.000 Mitarbeiter, die in unterschiedlichsten Bereichen den Verkehrsablauf des Stuttgarter Airports sicherstellen. Entsprechend breit gefächert ist das Informationsbedürfnis.

Zahlreiche Fluggesellschaften bieten aus der Landeshauptstadt Baden-Württembergs Flüge in die Metropolen Europas und den USA. Über zehn Millionen Fluggäste nutzten im vergangenen Jahr den Stuttgarter Flughafen als Drehkreuz in die Welt.

Kardex Remstar setzt bei Europa-PR auf Sympra

Kardex Remstar, Hersteller von Lager- und Bereitstellungsystemen in Neuburg, lässt sich bei der internationalen Fachmedienarbeit von Sympra unterstützen. Die Stuttgarter Agentur arbeitet dabei mit ihren Partnern aus dem Public Relations Network (PRN) in Dänemark, Schweden. Norwegen, Finnland, Polen, Ungarn, Rumänien, der Tschechischen Republik und Großbritannien zusammen.

Kardex Remstar baut maßgeschneiderte Lösungen für die Bereitstellung und Lagerung von Materialien und Werkzeugen. Über 140.000 Systeme hat das Unternehmen schon erfolgreich in Betrieben implementiert. Die Kunden kommen dabei aus allen Industriezweigen und verwenden Lösungen von Kardex Remstar, um ihre intralogistischen Prozesse transparenter und einfacher zu gestalten sowie Platz und Prozesskosten zu sparen.

Vollgas auf der Startup Autobahn

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Seit Sommer bin ich Mentor bei der STARTUP AUTOBAHN. Dies ist ein gemeinsames Projekt der Daimler AG, dem Silicon-Valley-Accelerator Plug and Play, der Universität Stuttgart und der ARENA2036. Startups aus aller Welt sind eingeladen, sich für das Accelerator-Programm zu dem Themenfeld Zukunft der Mobilität zu bewerben.

300 Startups hatten sich um einen der begehrten Förderplätze der STARTUP AUTOBAHN beworben, nach mehreren Pitches wählte eine Jury 16 junge Unternehmen aus. Diese erhalten nun ein halbes Jahr lang Coachings zu unterschiedlichen Bereichen und vor allem die Möglichkeit zum Networking mit Partnern, potenziellen Kunden, Investoren. Zudem besteht für die Gründer die Möglichkeit, das Programm im kalifornischen Silicon Valley fortzuführen.

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Mein Fachgebiet als Mentor ist Kommunikation & PR. Ich gebe also den Startups Tipps und Hilfestellung, wie sie mit ihren Zielgruppen kommunizieren sollten, wie sie dabei Medienarbeit einsetzen können und wo sie gegebenenfalls Unterstützung finden.

Die Atmosphäre in den Räumlichkeiten der STARTUP AUTOBAHN – im vierten Stock eines alten Fabrikgebäudes in Stuttgart-Heslach – unterscheidet sich stark von der traditioneller Unternehmen: locker, improvisiert und doch gleichzeitig zielorientiert. Und bedient Klischees: Man ist per Du, isst Pizza, trinkt Fritz Cola.

Beeindruckend ist für mich aber vor allem das Potenzial, das die 16 Startups haben. Da geht’s z. B. um Cyber Security, neuartige Bezahlsysteme für Parkhäuser, Eyetrackingsysteme und personalisierte Soundsysteme – alles Ideen und Lösungen, die ideal ins Auto passen oder dessen Entwicklung beschleunigen. Und: Es sind Erfindungen, für die ein OEM bestimmt viel mehr Zeit gebraucht hätte (falls er es überhaupt selbst entwickelt hätte). Genau das ist ja das Konzept solcher Accelerator-Programme, von Gründerzentren und Coworking Spaces: Innovationen schneller voranbringen in einem Umfeld, das freies Denken zulässt („no limits“) und nicht auf Hierarchien, Erbhöfe oder andere Restriktionen Rücksicht nehmen muss.

Ich bin schwer gespannt, wie der Expo-Day im Februar 2017 verläuft. Dann haben die 16 Startups die Möglichkeit, ihre (durch das Programm inzwischen verbesserten) Lösungen und Geschäftsmodelle den Investoren vorzustellen. Man kennt so etwas ja vom TV-Format „Die Höhle des Löwen“. Ob ein Einhorn* dabei ist? Meinen Mentees drücke ich schon mal die Daumen!

 

*Startup, das mit über einer Milliarde Dollar bewertet wird

 

Foto: STARTUP AUTOBAHN

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Themensetting: Amis lieben alte Säcke

Die Vorgeschichte:

Im Rahmen unseres Mitarbeiterprogramms create5 beschließt meine Kollegin Anahita, sich die Kreativszene in New York genauer anzuschauen. Damit sie dort mit den richtigen Leuten zusammenkommt, frage ich meinen Schulfreund Uwe in Berlin um Rat: Er war dort zehn Jahre lang Amerika-Korrespondent für den Fokus, ist nach wie vor bestens vernetzt mit Medienschaffenden im Big Apple. Uwe schickt gleich mal der Sabine eine Mail. Sabine berichtete jahrelang für RTL aus New York, dreht inzwischen Filme (z. B. Biografien über erfolgreiche Wirtschaftskapitäne im Auftrag von deren Kinder) – und näht Sofakissen aus alten Getreidesäcken. Sabine nimmt mit Anahita Kontakt auf, organisiert einige lehrreiche Redaktions- und Agenturbesuche für sie. Als Dankeschön für Sabines Bemühungen lasse ich ihr über Anahita zwei über hundert Jahre alte Mehlsäcke zukommen, die ich vor langer Zeit von einer Bäuerin in meiner Heimatstadt Schwenningen geschenkt bekomme habe.

Die Story nimmt ihren Lauf …

Sabine ist entzückt über Anahitas Gastgeschenk und verarbeitet die Säcke zeitnah zu exklusiven Kissen. Sie schickt mir Fotos davon. Wow! Historische Schwenninger Säcke avancieren zum Lifestyleprodukt in New York! Ich finde das interessant und informiere den Schwenninger Heimatverein darüber. Der Redakteur vom Heimatblättle, dem Vereinsmagazin, nimmt das Thema gerne auf, stellt Sabine noch ein paar Fragen und bringt einen Beitrag über die Sackkissen:

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Weiter geht’s: Die Lokalzeitung Die Neckarquelle wird – ohne mein Hinzutun – auf das Thema aufmerksam. Deren Chefredakteur recherchiert weiter, organisiert sogar noch ein Foto von Sabine und macht ebenfalls eine schöne Geschichte über die alten Schwenninger Säcke:

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Sabine ist im Glück (vielleicht unterstützen die Beiträge ja ihr Beschaffungsmarketing); mich freut’s, weil das Themensetting via Stuttgart-Berlin-New York-Stuttgart-Schwenningen-Berlin-Schwenningen offensichtlich prima geklappt hat und weil mal wieder deutlich wird, dass auch vermeintlich “kleine” Geschichten Relevanz für bestimmte Zielgruppen haben.

Nachtrag:  Soeben hat mich eine Leserin der Neckarquelle angerufen und angeboten, eine größere Menge alter Säcke aus einem Nachlass für Sabine bereitzustellen …

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Ein Rucksack voller Energie – Sympra engagiert sich pro bono

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Katrin Pütz hat etwas ganz Besonderes entwickelt: den Biogasrucksack. Mit dem stabilen, aber leichten Ballon kann eine einzelne Person bis zu 1.000 Liter Biogas nach Hause transportieren. Welche Tragweite die Entwicklung der Agraringenieurin hat, versteht man aber erst, wenn man den Biogasrucksack als Teil eines intelligenten Systems sieht. Dieses möchte die Hohenheim-Absolventin in möglichst vielen Ländern der Welt implementieren und gründete dazu das Social-Franchise-Unternehmen (B)energy mit Sitz in Deutschland.

Die Idee: Private Haushalte in Entwicklungsländern, die bisher von ungesunder, teurer und umweltschädlicher Energieerzeugung mit Brennholz abhängig waren, kochen stattdessen mit Biogas. Biogas ist nicht gesundheitsschädlich, und jeder kann es nachhaltig selbst produzieren. Katrin Pütz‘ Vision: Die Energieerzeugung in energieinfrastrukturschwachen Regionen sollte in den Händen der Privatverbraucher liegen – unabhängig von externer Entwicklungshilfe! (B)energy versorgt bereits einige Haushalte in afrikanischen und asiatischen Ländern nicht nur günstig mit Rucksäcken und Biogaskochern, sondern sogar auch – als zentraler Bestandteil der Lösung – mit Biogasanlagen. Katrin Pütz unterstützt durch Ausbildung lokaler Frachisenehmer und bietet ein funktionierendes Business-Model zur Umsetzung an. Haushaltsabfälle und Kuhdung bilden die Grundlage für die Biogaserzeugung. Ein Nebenprodukt ist zudem hochwertiger Dünger.

Für ihr Biogasrucksack-Konzept erhielt Katrin Pütz 2013 den “empowering people. Award” der Siemens Stiftung. Auf diesem Wege lernte Sympra die sympathische Preisträgerin kennen und beschloss, das Projekt pro bono zu unterstützen. Neben individueller Beratung entwarf Sympra u.a. einen deutsch- und englischsprachigen Flyer als Grundlage für zukünftige Kommunikationsmaßnahmen der engagierten Sozialunternehmerin. Weitere gemeinsame Projekte sind in Vorbereitung.

Sympra ist ‘n Top-Arbeitgeber – steht jetzt auch in w&v

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In ihrer aktuellen Ausgabe (Heft 32/2016) berichtet die w&v, Deutschlands führendes Wochenmagazin für die Kommunikations- und Medienbranche, darüber, was für ein bemerkenswerter Arbeitgeber Sympra ist. Zum Nachlesen gibt’s die ganze Story hier. Mit unserem Programm create5 geht’s demnächst weiter.

Arbeitsplatz 2.0 – Update fehlgeschlagen

Wir arbeiten per OpenOffice gemeinsam an Dokumenten, planen Geburtstagsgeschenke in unseren individuellen WhatsApp-Gruppen, und die Bilder der letzten Party geben wir per Dropbox blitzschnell an alle Gäste weiter. Und das Beste: Wir tun es von überall aus! Leider ist von dieser digitalen Vernetzung im Berufsleben nicht viel zu spüren. Im Gegenteil: In den meisten Fällen versprühen Konzern- und Agenturbüros noch immer den Charme der Jahrtausendwende.

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Ich bin Studentin und habe die letzten fünf Jahre durch Praktika und Werkstudentenjobs hinter die Kulissen von vielen Unternehmen schauen dürfen. Digitale Kollaboration? Fehlanzeige. Dazu eine kleine Anekdote: Voller Erwartungen an perfektionierte Arbeitsabläufe begann ich letztes Jahr ein Praktikum bei einem renommierten, international aufgestellten Konzern. Einst hatte ich die unliebsame Aufgabe Vorträge zu transkribieren. Doch niemand wusste, wie ich an die Videos der Vorträge komme. Also quälte ich mich durch eine Kurzwahlliste, um nach unzähligen erfolglosen Telefonaten endlich den richtigen Ansprechpartner am (Kabel-)Telefonhörer zu haben. Zwei Tage später bekam ich dann per Hauspost eine CD (!) mit den benötigten drei Dateien. Spätestens zu diesem Zeitpunkt akzeptierte ich, dass digitale Vernetzung in deutschen Büros ein Phantomdasein führt.

Dabei könnte es doch so einfach sein!

Es gibt zahlreiche Softwareanbieter, die sich auf interne und externe Unternehmenskommunikation spezialisiert haben. In den meisten Unternehmen, die ich monateweise unterstützt habe, stehen den Mitarbeitern auch solche Programme zur Verfügung, nur nutzt sie fast niemand. In besagtem Konzern versuchte zumindest noch ein motivierter Mitarbeiter der Abteilung vergeblich das Langzeitprojekt namens Wiki voranzutreiben. Wer braucht auch schon Kollaborationsplattformen, wenn es doch die gute alte E-Mail gibt?! Und so sitzt man täglich vor seinem vollen Posteingang und versucht sich einen Weg durch den persönlichen E-Mail-Dschungel zu bahnen, ohne dabei die Nerven zu verlieren. Wer dabei zwischen Rundmails, Fragen der Kollegen und Arbeitsaufträgen noch die E-Mails des Kunden findet, gewinnt!

Bei der Veranstaltung der bwcon SIG „Future Business“ bringt es Dr. Josephine Hofmann, Leiterin des Competence Centers Business Performance Management beim Fraunhofer IAO, auf den Punkt: „An sich ist nicht die Technik das Problem – Organisation und Kulturwandel sind die ausschlaggebenden Faktoren bei der erfolgreichen Etablierung einer digitalen, vernetzten Arbeitswelt.“ Dabei seien Verhaltensentwicklung und Mitarbeitereinbindung das A und O. Man müsse zunächst die Medienkompetenz der Mitarbeiter stärken und herausfinden, welche Form der Digitalisierung wirklich zum Unternehmen passt. Anschließend sei ein langer Atem gefragt, denn ein derartiger Kulturwandel sei ein strategisches, zeitintensives Projekt. Daher sei es oft sinnvoll, diesen Prozess unter externer Anleitung zu durchlaufen. Ich persönlich halte die unternehmensweite Einführung von Skype for Business schon einmal für einen guten Anfang, aber man will ja nicht zu viel verlangen.

Wenn Sie andere Erfahrungen gemacht haben und sie mit mir teilen möchten, schicken Sie mir daher am besten einfach eine E-Mail ;).

Zum Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe der Special Interest Group (SIG) „Future Business“ der Wirtschaftsinitiative Baden-Württemberg Connected (bwcon) referierte am 14. Juli 2016 unter anderem Dr. Josephine Hofmann über die Bedeutung von digitaler Transformation für Unternehmen und Organisationen. Im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe stehen insbesondere die Gestaltung von Geschäftsprozessen, damit sich Unternehmen und Institutionen auf verändernde Business- und Servicemodelle, auf neue Märkte und Kunden, die Kreation innovativer Produkte sowie auf die Ansprüche junger Mitarbeiter einstellen können. Ebenso die Beantwortung von Fragen bzgl. der Einbindung von Social Media, der Einführung eines systematischen Ideenmanagements oder der Arbeitsplatzgestaltung. Sympra-Geschäftsführer Veit Mathauer ist Mitglied im Board der SIG und organisierte den Abend mit. Die nächste Veranstaltung findet am 12. Oktober 2016 statt; dann geht es um die Herstellung von Publikationen: Hat das gedruckte Magazin noch eine Zukunft?