Sympra goes 3D

Nachdem ich vor anderthalb Jahren meinen Ausflug nach Second Life doch recht schnell beendet hatte, waren 3D-Welten eigentlich kein Thema mehr für mich. Die SL-Aktivitäten von Baden-Württemberg habe ich nur noch am Rande verfolgt und ich kannte niemanden, der im 3D-Web richtig aktiv war. Bis uns Prof. Sonja Salmen von der Hochschule Heilbronn ansprach und fragte, ob wir nicht einen Vortrag in Twinity halten wollten. Twinity ist eine virtuelle Welt, in der die Innenstadt von Berlin dreidimensional nachempfunden ist. Im Gegensatz zu Second Life sehen die Avatare (einigermaßen) wie ihre Besitzer aus, tragen also Anzug oder T-Shirt und verfügen weder über Flügel noch über andere allzu extravagante Outfits und Accessoires. Continue reading “Sympra goes 3D”

Poken-Verlosung!

Große Freude bei Sympra: Unsere Pokens sind angekommen. Sie wissen, wovon die Rede ist? Glückwunsch, dann gehören Sie zur Web-2.0-Elite. Für alle anderen Leser zunächst eine kurze Erläuterung. Bei einem Poken handelt es sich um eine kleine, spielerisch gestaltete Figur mit USB-Anschluss. Treffen sich zwei Poken-Nutzer unterwegs, so können sie die beiden Figuren zum kontaktlosen Visitenkartentausch benutzen. Eine kurze Berührung der beiden Handflächen, und schon wandern Kontaktdaten und insbesondere die Vernetzungslinks für alle einschlägigen Social Networks von einem Poken zum anderen. Im Büro oder zu Hause schließt man sein Poken dann an einen PC an und kann sich unmittelbar mit der unterwegs getroffenen Kontaktperson vernetzen.

So spielerisch und absolut nicht business-like die Umsetzung in diesem Fall auch ist – die kontaktlose Visitenkarte dürfte noch eine große Zukunft haben. Schließlich haben Papierkärtchen abgesehen von symbolischen Wert nur Nachteile. Sie können unterwegs zur Neige gehen, sind generell nie da, wenn man sie braucht, und müssen nach der Rückkehr von einer Messe oder Veranstaltung mühevoll erfasst oder einem mehr oder weniger zuverlässigen Visitenkartenscanner zugeführt werden. Daher ist es naheliegend, dass Anwendungen wie Poken die Zukunft gehört. Wie genau die Lösung, die sich durchsetzt, am Ende aussieht, steht noch in den Sternen. Schon heute gibt es allerdings eine Reihe interessanter Alternativen wie beispielsweise Bump für das iPhone.

Fest steht indessen: Der Hype rund um die Pokens und das Poken, der in den vergangenen Wochen ausgebrochen ist, war beispiellos. Insofern hat das Schweizer Unternehmen Poken S.A. der Idee der kontaktlosen Visitenkarte auf jeden Fall in einem Maße Gehör verschafft, das bisher einmalig ist.

Wir finden die Idee auch toll, und daher haben wir uns entschlossen – auf eigene Kosten und ohne ein Kooperationspartner von Poken zu sein – acht unserer zwölf heute eingegangenen Pokens zu verlosen. Jeder kann mitmachen. Die Teilnahme erfolgt auf folgende Art und Weise:

a) Wer ein Poken gewinnen möchte, der möge bevorzugt auf seinem eigenen Blog begründen:
„Warum brauche ich ein Poken, was bringt es, warum werden sich Poken(s) (nicht) durchsetzen?“ – Von dem entsprechenden Posting aus bitte hierher verlinken, Trackbacks gehen in die Verlosung ein! – Wir werden von dieser Stelle aus auf die Antwort-Postings verlinken!
b) Wer kein Blog hat, der darf auch via Kommentarfunktion unter diesem Posting teilnehmen. Bevorzugt natürlich per Video.

Teilnahmeschluss: Freitag, 16 Uhr. Mitarbeiter von Sympra und Anhang sind ausgeschlossen. Der Rechtsweg sowieso!

Nachklapp vom Montag, 18. Mai 2009: Die Verlosung ist beendet, die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Vielen Dank für’s Mitmachen!

Bürgerbeteiligung 2.0

Heute fand im Literaturhaus im Rahmen von Kreativraum und in Zusammenarbeit zwischen der MFG Baden-Württemberg und Sympra Die Blaue Stunde zur Demokratie 2.0 statt. MFG-Geschäftsführer Klaus Haasis informierte über europäische Bürgerkommunikation mit innovativen Medientechnologien; Andreas Huber vom InnovatorsClub und Herausgeber des Buches “Web 2.0 für Kommunen und Kommunalpolitik” und mein Kollege Bernhard Jodeleit, Sympra-Social-Media-Experte, diskutierten über Bürgerkommunikation im Web 2.0. Continue reading “Bürgerbeteiligung 2.0”

Volles Haus bei DemokratieZweiNull

Zum Glück hatten wir zwei weitere Stuhlreihen einbauen lassen: So konnten wir mehr als 120 Gästen einen Sitzplatz bieten, um die Vorträge bei DemokratieZweiNull zu verfolgen. Parallel übertrugen wir die Veranstaltung als Audiostream ins Web, sodass wir weitere 260 Personen am Event teilhaben lassen konnten. Das Publikum im Saal: gemischt – Vertreter von Parteien, der öffentlichen Verwaltung, Marketingfachleute aus Unternehmen, Journalisten, Mitglieder der Web-2.0-Community, Leute aus der Kommunikationsbranche; Gäste aus der Region und von weit weg; solche, die mit Blogs, Twitter & Co. bislang noch wenig zu tun haben, einige, die schon (recht viel) Erfahrung gesammelt haben, wenige Geeks. Continue reading “Volles Haus bei DemokratieZweiNull”

Sperrmüll 2.0

Erinnert sich noch jemand in Stuttgart an die Tage vor der Sperrmüllabfuhr? Damals, noch vor drei, vier Jahren, fuhren ganze Kolonnen von Kleinlastern mit meist osteuropäischen Kennzeichen durch die Stadtbezirke der Landeshauptstadt und räumten die Trottoirs leer. Manche Stücke wechselten direkt von Keller oder Bühne auf die Ladefläche eines gerade noch verkehrstauglichen VW-Transporters. Die Müllmänner, die tagsdrauf anrückten hatten meist gar nicht mehr viel zu tun, denn das meiste war bereits außer Landes gebracht.

Ich hatte mich eigentlich immer gefreut, wenn ein alter Tisch oder ein defekter Rasenmäher doch noch einen glücklichen Abnehmer fand. Dennoch schaffte die Stadtverwaltung diese Art des Sperrmüll-Events ab und wechselte zur – wie ich finde – arg langweiligen Variante mit Postkarte wegschicken, Termin vereinbaren, festgelegte Müllstücke abholen lassen. Continue reading “Sperrmüll 2.0”

Final Editions

Gravierend sind die Veränderungen bei den Printmagazinen. Anzeigenrückgang, Abonnentenschwund und die Konkurrenz durch elektronische Medien machen es den Verlegern von Zeitungen und Zeitschriften momentan schwer, ihre Produkte im grünen Bereich zu halten. Einige prominente Opfer sind die Park Avenue oder die Vanity Fair – sie haben jüngst ihr Erscheinen eingestellt, was wenigstens in den Branchenmedien für dicke Schlagzeilen gesorgt hat. Von der Öffentlichkeit kaum beachtet ist das Ende mancher Fachzeitschrift: zu klein die Leserschaft, zu speziell die Nische, zu wenig Potenzial im Markt. Continue reading “Final Editions”

Sympra ist CMS-zertifiziert!

Das offizielle CMS-II-Siegel

Seit Dienstag vergangener Woche dürfen wir uns offiziell als „zertifiziert nach dem internationalen Consultancy Management Standard (CMS II)“ bezeichnen. In einem eintägigen Assessment untersuchte der Auditor Stefan Mayer von der unabhängigen Prüforganisation DNV, ob wir in allen relevanten Bereichen unseres Unternehmens den hohen CMS-Anforderungen gerecht werden. Wir wurden es und sind nun eine von vier zertifizierten Agenturen in Deutschland. Darauf sind wir stolz! Continue reading “Sympra ist CMS-zertifiziert!”

Mails, die die Welt (nicht) braucht

Jeder, der sich im Web bewegt, kennt sie: die Mails von Verwandten und Bekannten, die immer unheimlich witzige Anhänge haben. Ich will jetzt mal gar nicht darauf eingehen, dass ab und zu auch was Gefährliches mit geliefert wird oder dass diese Nachrichten argen Bandbreitenhunger haben. Es geht mir heute mehr um die Inhalte. Da ist zum Beispiel die mehrseitige PowerPoint-Präsentation mit Fotos ungeschminkter oder (Photoshop sei Dank!) stark übergewichtiger Celebrities oder mit Wortwitzen, die aus dramaturgischen Gründen auf zehn Charts gestreckt sind. Es sind YouTube-Videos (nicht der Link, sondern das Video im Anhang; zum 6. Mal der Todesstern auf Schwäbisch), animierte Gummibärchen, kleine Videospielchen und und und.

Vor einigen Tagen kam ich in den Genuss einer interessanten Präsentation am Notebook meines Schwagers, einem meiner Hauptlieferanten solcher Mails. Nicht nur, dass er die Mails aus unterschiedlichen Quellen empfängt, sichtet und an seine verschiedenen Empfängergruppen (manche inkl. mir) weiterverteilt; er archiviert sie auch. Und zwar ganz ordentlich abgelegt in die Ordner „Kategorie A“ (ganz toll), „Kategorie B“ (nicht ganz so toll), „Kategorie C“ (überhaupt nicht toll), Religiöses (Worte zum Tag und Besinnliches mit flackernden Kerzchen), Herrenwitze, Architektur, Auto, Lustiges und eine Handvoll weiterer Rubriken. Ich habe mir die Mühe gemacht, die Mails in den Ordnern zu zählen und kam auf deutlich mehr als 2.000! Der Explorer wies einen Wert jenseits der 1 GB aus. Das Ganze gespeichert auf dem Hotmail-Server. Continue reading “Mails, die die Welt (nicht) braucht”

Kleine mexikanische Medienschau

Den Jahreswechsel verbrachte ich in Tapachula, einer Stadt in Südmexiko an der Grenze zu Guatemala. Wie ich an dieser Stelle bereits berichtet habe, laufen hier sehr viele Informationen per Mundpropaganda, bei Jugendlichen verstärkt auch über das Web. Dennoch haben Zeitungen einen hohen Stellenwert, wenn es um politische Nachrichten, aber auch um gesellschaftliche News geht. Schauen wir uns doch eine der Tageszeitungen aus Tapachula etwas genauer an: El Orbe (auf Deutsch: „Der Erdkreis“). Hier sind meines Erachtens besonders die Rubriken „Sociales“ („Gesellschaftliches“) und „Paginas Rojas“ („Rote Seiten“ – weil hier besonders viel Blut fließt) interessant. Continue reading “Kleine mexikanische Medienschau”

Social Networking a la Mexicana

 

Skyline Mexico D.F.

Ich verbrachte die vergangenen anderthalb Wochen in Mexiko und durfte wieder einmal die nationalen Unterschiede in Sachen Netzwerken erleben. Mit wie vielen meiner ehemaligen Mitschüler habe ich noch Kontakt? Mit einem guten Dutzend vielleicht. Bei den Alumnis sind es einige mehr. Bei meinen Kontakten in Xing sind bestimmt nicht alle wirklich strapazierbar.

Wie kommt es also, dass im Gegensatz dazu in Mexiko jeder (und zwar jeder) ein soziales Netzwerk hat, das so viel umfangreicher ist und so viel besser funktioniert – und vor allem: das keiner Unterstützung von Social-Networking-Plattformen bedarf? Dazu ein paar Beobachtungen: Continue reading “Social Networking a la Mexicana”