Alumni-Club gegründet

Dass so manche PR-Karriere bei Sympra begann oder dass unsere Agentur wenigstens eine Station auf dem Weg zu einem (weiteren) interessanten Job war – darüber sind wir ziemlich stolz. Unser Jubiläum haben wir daher zum Anlass genommen zu recherchieren, was aus den ehemaligen Kollegen geworden ist. Mit vielen stehen wir ja ohnehin in Kontakt; zu anderen ist die Verbindung irgendwann mal abgebrochen. Continue reading “Alumni-Club gegründet”

Mahlzeit im Carl-Eugen

Das Problem kennt jeder, der in einem klassischen Gewerbegebiet arbeitet: Die Möglichkeiten, auswärts preisgünstig ein passables Mittagesmahl einzunehmen, sind eher bescheiden. Pizzatasche und Lkw in Ehren – aber bitte nicht jeden Tag! Den Mitarbeitern im Sympra-Büro in Echterdingen ging es da nicht anders. Die Heißtheke der benachbarten Bäckerei, der Imbiss im Minimal-Supermarkt (Frittiertes mit Beilage) und das damalige Restaurant Krone (2 Spiegeleier mit Brot für 3,90 DM) – mehr war in Laufweite nicht gegeben. So beschlossen wir, selbst zu kochen. In den ersten Monaten übernahm dies täglich die Kollegin und passionierte Hobbyköchin Veronika Fink, später wurde der Kochdienst auf alle mitessenden Kollegen verteilt. Continue reading “Mahlzeit im Carl-Eugen”

Heute vor 20 Jahren … Memonet

Screenshot von der Memonet-Benutzeroberfläche. (Screenshots waren damals abfotografierte Monitorihalte.)
Screenshot von der Memonet-Benutzeroberfläche. (Screenshots waren damals abfotografierte Monitorinhalte.)

11. April 1992, 10 Uhr, Stuttgart-Weilimdorf. Ich habe einen Recherchetermin bei Alcatel Network Services Deutschland, einer Tochter unseres Kunden Alcatel (jetzt: Alcatel-Lucent Deutschland), die sich mit dem Aufbau und dem Betrieb des konzerneigenen, weltweiten Kommunikationsnetzes befasst. Thema ist „Memonet“, eine Softwarelösung, die künftig ganz nützlich sein sollte. Wenn in großen Unternehmen in den Achtziger und frühen Neunziger Jahren von „EDV“ die Rede ist, dann steht sehr oft ein großer IBM-Mainframe-Rechner im Keller, an den viele Hundert oder Tausend Terminals angeschlossen sind. Continue reading “Heute vor 20 Jahren … Memonet”

Das Ende der hübschen gelben Häuschen?

Im März 1992 erschien dieser Artikel in der Zeitschrift BZB Sachmagazin, einem der vielen Magazine zum Thema Bürokommunikation, an das sich heute kaum noch jemand erinnert. Unser Kunde Standard Elektrik Lorenz AG (heute Alcatel-Lucent Deutschland AG) beauftragte uns damit, mögliche Nutzer von Mobiltelefonie über die Vorzüge der D-Netze zu informieren. Heute klingt die Story, die ich zusammen mit meinem Kollegen Thomas Pleil geschrieben habe, schon sehr nostalgisch; mancher Leser weiß vermutlich nicht einmal, dass Telefonzellen früher postgelb lackiert waren.

 

Was Sie über die neuen Netze wissen müssen

Mobile Kommunikationsmittel sind zwar noch längst nicht in allen Autos, wohl aber in aller Munde. Dies liegt natürlich besonders an den hohen Erwartungen an die neuen digitalen Telefonnetze D1 und D2, die von der Telekom und ihrem privaten Konkurrenten Mannesmann Mobilfunk (Anm.: heute Vodafone) kräftig geschürt werden. Zugegebenermaßen: nicht ohne Grund. Denn die neuen Netze können mit einer besseren Übertragungsqualität, Internationalität und niedrigen Preisen und Gebühren aufwarten. Noch aber hat auch das C-Netz einige Vorteile.

Bevor 1986 das C-Netz für die mobile Kommunikation von der Deutschen Bundespost eröffnet wurde, war es ein Privileg weniger, ein Telefon im Auto zu besitzen. Dies änderte sich bald, die Zahl der Teilnehmer stieg rasant. Heute gibt es mehr als 550.000 Besitzer von Funktelefonen. Neue Technologien ermöglichten es, dass dieser Dienst stark ausgeweitet werden konnte. Die dadurch erreichten hohen Stückzahlen bei den Endgeräten ließen die Preise sinken. Ein mobiles Telefon für das C-Netz kostet derzeit zwischen 3.500 und 6.000 Mark. Und der Wunsch der Teilnehmer, ständig erreichbar zu sein, hält an. Die Telekom vergrößerte daher im letzten Jahr erneut die Netzkapazität von 600.000 auf 800.000 Teilnehmer.

Die Vorteile des C-Netzes sind vielfältig: So kann von fast allen Standorten in der Bundesrepublik jede beliebige Telefonnummer angewählt werden. Die Nutzer sind unter der bundesweit einheitlichen Vorwahl 0161 zu erreichen. Dabei ist unerheblich, wo sich der Teilnehmer gerade aufhält. Ein weiterer Vorteil ist das Telefonieren mit der Berechtigungs- bzw. Telekarte. Auf ihr sind die Funktelefonnummern und ein Kontrollcode gespeichert. Dadurch kann jedes fremde Mobiltelefon auf eigene Kosten benutzt werden. Ein wichtiges Argument, denn noch rasen die Gebühreneinheiten im Acht-Sekunden-Takt durch. Die monatlichen Grundgebühren hat die Telekom jedoch vor einem Jahr von 120 auf 75 Mark gesenkt.

Künftig zwei digitale Mobilfunknetze

Trotz Kapazitätsausweitung beim C-Netz: Weil immer mehr mobil erreichbar sein wollen, stößt das Netz sehr bald an seine (nun nicht mehr veränderbaren) Grenzen. Am 1. Juli letzten Jahres nahmen (auch) deshalb die beiden D-Netze ihren Probebetrieb auf, in Kürze werden sie der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Zwei Betreiber, die Deutsche Bundespost Telekom und das private Konsortium Mannesmann Mobilfunk, bieten mobiles Telefonieren in ihren digitalen Netzen an. Während bisher im C-Netz Fernsprechen und mit Hilfe eines Modems auch Faxen bedingt möglich war, sind in den späteren Ausbaustufen der D-Netze eine Reihe von weiteren Diensten für die Datenkommunikation vorgesehen. Das „mobile Büro“ soll durch Übertragungsmöglichkeiten großer Datenmengen, durch Zugang zu Btx und Teletex bald noch leistungsfähiger werden. Zunächst bieten die digitalen Netze jedoch dieselben Dienste wie das C-Netz an, die Sprachqualität ist allerdings bedeutend besser.

Entscheidender Vorteil der neuen Netze ist ihre Verfügbarkeit in ganz Europa. 24 Betreiber aus 17 Ländern haben sich hier auf den gemeinsamen technischen Standard GSM geeinigt. War mobiles Telefonieren bislang auf ein Land beschränkt, kann man künftig von Finnland bis Portugal und von Frankreich bis Griechenland vom selben Mobiltelefon aus kommunizieren. Auch von den osteuropäischen Ländern, die Mobilfunknetze aufbauen wollen, ist zu erwarten, dass sie sich dem GSM-Standard anschließen. Insgesamt haben schon jetzt mehr als 40 Staaten weltweit beschlossen, ebenfalls den GSM-Standard einzuführen.

Digitale Technik, die einen einfacheren Geräteaufbau ermöglicht, und Stückzahlen in Millionenhöhe sind Grundlage für die Schätzung, dass bis in drei bis vier Jahren Funktelefone zum Preis eines guten Autoradios angeboten werden. Bis zum Jahr 1995 soll sich die Zahl der Mobilfunk-Teilnehmer in Europa auf über zwölf Millionen vervierfachen. Drei bis vier Millionen mobile Telefone wird es dann allein in Deutschland geben.

Was kommt danach?

Und schon plant man für übermorgen. Vor wenigen Tagen hat der Bundespostminister bekanntgegeben, dass ein drittes Netz, das E1-Netz, entwickelt werden soll. Denn: Auch die Kapazität der D-Netze wird einmal erschöpft sein. Entwickelt sich digitales Telefonieren zu einem echten Massendienst, muss bald die neue PCN-Technologie (Anm.: PCN hieß später UMTS) zur Verfügung stehen. Im E1-Netz wird man mit höheren Frequenzen arbeiten. Dies macht allerdings kleinere Funkzellen notwendig, um genügend Teilnehmer unterbringen zu können. Insgesamt wird es aber beim GSM-Standard bleiben.

Sicher wird das mobile Telefon in den nächsten Jahren noch überwiegend geschäftlich genutzt werden – allerdings nicht nur vom Chef, sondern von allen Mitarbeitern, die viel unterwegs sind. Bis Ende des Jahrzehnts dürfte das Telefon jedoch zur Standardausstattung jedes neuen Autos gehören. Womöglich hat bis dahin sogar jeder Fußgänger sein Handtelefon in der Manteltasche. Für die hübschen kleinen gelben Häuschen wäre dies wohl das Ende. Schade oder?

20-Jahre-Sympra_110217_rz_Regular_kNachklapp: Die tatsächliche Entwicklung des Mobilfunks in Deutschland und anderen Ländern übertraf schließlich die optimistischsten Schätzungen der Experten. Bereits Ende 1995 telefonierten 3.764.000 Menschen mobil. Die Endgeräte lösten sich auch schnell vom Auto – das „Handy“ begann seinen Siegeszug. Heute bestehen in Deutschland mehr als 107 Millionen Mobilfunkverträge, 1,3 pro Einwohner.

Ich in Springe und das Blut oder: Mögliche Folgen eines Putztraumas

So und viel schlimmer!.
Einer unserer frühen Kunden war ein Anbieter von Lasersystemen für Zahnärzte. Er stellt diese Maschinen nicht selber her, sondern bezog sie von einem Lieferanten in Slowenien oder in der Slowakei – weiß ich nicht mehr genau – klebte sein Firmenlogo drauf und verscherbelte sie an innovative Dentisten der Republik. Davon gab’s Mitte der Neunziger Jahre offenbar noch nicht so sehr viele. Ein Blech mit einem Laserstrahl zu durchtrennen war nichts Besonderes; ein Lippenbändchen hingegen schon. Continue reading “Ich in Springe und das Blut oder: Mögliche Folgen eines Putztraumas”

Sympra wird 20.

20 Jahre SympraSind 20 Jahre ein stattliches Alter? Im Vergleich zu den Jubiläen, die Automobilhersteller und -zulieferer jüngst feiern konnten, bestimmt nicht. Betrachtet man die vielen Veränderungen in der Public-Relations-Branche und die teilweise kurzen Lebenszyklen von Geschäftsmodellen, Kooperationen und Unternehmungen, sind wir schon ein bisschen stolz, dass wir auf zwei Jahrzehnte erfolgreichen Arbeitens zurückblicken dürfen. Continue reading “Sympra wird 20.”

8 Fragen zum Jahresende

  1. elfyourselfWarum beginnen manche Unternehmen Mitte Dezember, eine Public-Relations-Agentur fürs Folgejahr zu suchen?
  2. Wer benutzt eigentlich noch diese großen A0-Jahresplaner, die man ab November in den Fachzeitschriften findet – im Schnitt 1 Planer pro Ausgabe. (Ich habe inzwischen gut drei Dutzend davon gesammelt).
  3. Was bringt eine Weihnachtskarte ohne Absender, auf der ich die Unterschrift partout nicht entziffern kann?
  4. Warum geben sich so viele Unternehmen und Organisationen so wenig Mühe mit ihren Weihnachtskarten? Ich meine: Ein gemailter Zweizeiler mit Bild von einem Christbaum oder einem Gletscher im Anhang verteilt a) an einen anonymen Verteiler (“Sehr geehrte Damen und Herren …”) oder b) an einen ca. 150 Mailadressen umfassenden Verteiler (aus Transparenzgründen alle Adressen ins An:-Feld kopiert) ist wirklich nicht das Gelbe vom Ei.
  5. Was sollen eigentlich die Statusmeldungen auf XING “Ich wünsche meinen Geschäftspartnern ein erfolgreiches neues Jahr” oder auf Facebook “Nur noch fünf Tage bis Weihnachten und ich wünsche ein frohes Fest”?
  6. Wie viel Prozent der weltweiten Bandbreite gehen in den Tagen vor Weihnachten wohl drauf, damit minutenlange YouTube-Videos und soundunterlegte PPS-Dateien Freunde rund um die Welt erfreuen? Wie viele Gbit/s davon braucht die Übertragung der Fotos von Kindern in Engelskostümen mit 300 dpi im Format 21 x 29 cm?
  7. Wie viele Stunden Arbeitszeit werden in einer Volkswirtschaft für das Kreieren und Versenden eigener digitaler Weihnachtskarten (z. B. Nikolausmütze auf das Portraitbild der Website gebastelt) investiert?
  8. Warum gehen die letzten handgeschriebenen Weihnachtskarten am 23. aus dem Haus, wenn doch die meisten Empfänger bereits ab 20. nicht mehr arbeiten? Und vor dem 9. Januar auch nicht wieder mit der Arbeit beginnen?

Mit Wiki und Blog: Sympra ist seit 2007 Enterprise 2.0!

Bild: fotolia.deVor ein paar Tagen rief mich der Redakteur Oliver Hein-Behrens an, der für den PRREPORT einen Beitrag über Social Media im Unternehmen, und da insbesondere auch in Public-Relations-Agenturen, recherchierte. Von Prof. Dr. Thomas Pleil von der Hochschule Darmstadt wusste er, dass wir bei Sympra seit einiger Zeit 2.0-Plattformen für die interne Kommunikation im Einsatz haben. Continue reading “Mit Wiki und Blog: Sympra ist seit 2007 Enterprise 2.0!”

Ein Plädoyer für “Public Relations” – oder: Warum Sympra nicht eine PR-Agentur ist

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1. Auf die Frage: „Was machst Du so?“ hatte ich früher meist geantwortet: „Ich habe eine PR-Agentur.“ Darunter konnten sich die meisten zwar nichts Konkretes vorstellen, aber so in etwa wussten sie dann doch Bescheid: Das ist so etwas wie eine Werbeagentur, weniger mit Anzeigen und Plakate, mehr mit Zeitungsartikeln und so. In vielen Fällen genügte es mir, dass man mich beruflich somit einigermaßen einordnen konnte. Continue reading “Ein Plädoyer für “Public Relations” – oder: Warum Sympra nicht eine PR-Agentur ist”