Wie die Kunst zu Sympra kam

2021: Sympra zeigt Werke von Klaus Heuser

Als wir im Sommer 2002 unsere Villa in der Stafflenbergstraße bezogen hatten, bereiteten uns die großen, leeren, weißen Wände Kopfzerbrechen: Die von unserem früheren Büro mitgebrachten Bilder entsprachen weder vom Format, noch von der Qualität den Anforderungen der neuen Örtlichkeit. Daher baten wir befreundete Grafiker und Fotografen um die zeitlich begrenzte Bereitstellung großformatiger Bilder, was diese gerne umsetzten. Unsere Büroeröffnung begleiteten wir mit einer Vernissage und einer Führung durch die temporäre Galerie. Tatsächlich war das „Problem der leeren Wände“ aber nur aufgeschoben, denn unsere Partner holten ihre Kunstwerke nach sechs Monaten wieder ab.

Zufällig ergab sich ein Kontakt zu einer deutsch-französischen Künstlergruppe, die bereits Werke für eine Ausstellung zusammengestellt hatte, die die Galerie jedoch kurzfristig abgesagt hatte. Für uns ein glücklicher Zufall, und wir boten der Gruppe unsere Räumlichkeiten an. Die zehn Künstlerinnen und Künstler bespielten das komplette Gebäude mit ihren qualitativ sehr hochwertigen Werken.

Auf dieser Erfahrung aufbauend, sollten in den folgenden zwanzig Jahren fast dreißig weitere Ausstellungen stattfinden. In den ersten Jahren luden wir vor allem Künstler aus unserem persönlichen Umfeld ein. Von Anfang an ging es uns darum, hochwertige zeitgenössische Kunst auszustellen. Um dies langfristig zu gewährleisten, strebten wir 2009/2010 die Zusammenarbeit mit Galeristen an, die künftige Ausstellungen mit Künstlerinnen und Künstlern ihrer Galerien kuratieren sollten. Seither wurden die Ausstellungen bei uns zumeist von den Galeristen Amrei Heyne, Marko Schacher und Mario Strzelski konzipiert und organisiert.

Zu den dreißig Ausstellungen in der Stafflenbergstraße gehörten Einzel- und Gruppenausstellungen, gezeigt wurden Gemälde, Fotografien, Skulpturen, Performances und Installationen, einige Vernissagen haben wir musikalisch (z. B. Musikerportraitfotos von Kai R. Joachim) oder kulinarisch (z. B. Fotoausstellung „Sweets“ von Simone Eckert) begleiten lassen, Teile von Ausstellungen fanden im Park statt. Da Kunst immer auch Geschmacksache ist, fällt es schwer, ein Ranking der verschiedenen Veranstaltungen zu erstellen. Hervorheben möchte ich die Ausstellung mit Werken des international bekannten Grafikdesigners Kurt Weidemann, der im Laufe der Ausstellung 88-jährig verstarb, die Jubiläumsausstellung „25-25-25“ anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Agentur mit 25 Werken von 25 Künstlern, die allesamt zuvor schon einmal in der Stafflenbergstraße ausgestellt hatten, und die Werkschau von Stefan Wieland, aus der ein Motiv zum Leitbild in der Außendarstellung von Sympra geworden ist.

Für alle Beteiligten – Agentur, Galeristen und Künstler – war und ist es eine klassische „Win-win-Situation“. Und so sehr wir uns an den aktuell gehängten oder aufgestellten Kunstwerken freuen, so gespannt sind wir immer wieder darauf, was als Nächstes kommt.

2017: Installation der Künstlerin Jenny Winter-Stojanovic zur Jubiläumsausstellung „25-25-25“

Über den Verfasser

Veit Mathauer ist einer der beiden Geschäftsführer von Sympra. Wirtschaftswissenschaftler, Journalist, PR-Mensch, Boardmitglied im internationalen Public Relations Network (PRN) und Blogger. Ansonsten auch in den einschlägigen sozialen Netzwerken zu finden.

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