Warum sich ein PR-Mensch zum Digital Transformation Manager fortbildet

78 Prozent der Deutschen sind überzeugt: Wer beruflich erfolgreich sein will, muss lebenslang lernen – und je digitaler unsere Gesellschaft wird, umso mehr. Mich hat zwar keiner gefragt, als die Daten für den D21-Digital-Index 2019/20 erhoben wurden. Aber ich stimme der Aussage voll und ganz zu!

Learning by doing 

Digitalisierung, Automatisierung, maschinelles Lernen sind Kernthemen unserer Kunden, die wir kommunikativ begleiten. Dank meines Jobs lerne ich fast täglich Neues hinzu – und zwar zu ganz unterschiedlichen Facetten rund um die Zukunftstechnologien. Das beginnt mit dem Blick aufs große Ganze: Wie digital ist Deutschland eigentlich? Antworten finden sich im D21-Digital-Index, den ich alljährlich für einen international führenden Spezialisten für Technologiemanagement dahingehend auswerte, wie die Digitalisierung das Berufsleben verändert, etwa beim mobilen Arbeiten. Der Trend zum Homeoffice dümpelte in Deutschland lange vor sich hin – mit nur mickrigen 15 Prozent aller Berufstätigen, die von zuhause oder unterwegs aus arbeiten konnten. Die Pandemie wirkt da als Booster. Fast ein Drittel aller Beschäftigten arbeitet mittlerweile mobil, bei Mitarbeitern mit Bürotätigkeit sind es nahezu 60 Prozent. Das ist doppelt so viel wie im Jahr zuvor – wie die vorab veröffentlichten Daten zu Homeoffice in Zeiten von Corona aus dem D21-Digital-Index 2020/21 zeigen.

Informationen aus erster Hand

Viele unserer Kunden treiben technologische Entwicklungen rasant voran. Beispiel Dürr: Der Maschinen- und Anlagenbauer investierte in den vergangenen Jahren kontinuierlich in IT-Expertise und bündelt das digitale Know-how von mittlerweile 300 Mitarbeitern in der sogenannten Digital Factory. Dort wird bereichsübergreifend an digitalen Produkten geforscht, um Prozesse vor allem in der Automobilindustrie zu optimieren. Jede Recherche zu einem Fachartikel ist für mich eine Lerneinheit, denn im direkten Gespräch berichten Software-Entwickler, Projektmanager und Ingenieure, wie sich die Arbeitsweise im digitalen Zeitalter verändert, welche Geschäftsfelder angedacht werden und was KI alles möglich macht. Doch es sind nicht nur führende Konzerne, die innovative KI-Lösungen auf den Markt bringen, sondern auch kleine Mittelständler, wie die neun ausgezeichneten Beispiele des Innovationswettbewerbs „KI für KMU“ des baden-württembergischen Wirtschaftsministeriums zeigen. Mehr dazu im symFOCUS zu KI.

Learning im Seminarraum

Jeder Zweite möchte sein Wissen bei digitalen Themen ausbauen, sagt die D21-Studie. Stimmt, so ging es mir auch trotz learning by doing im Agenturalltag. Digitale Kompetenz lässt sich auf vielfältige Art erweitern. Ich entschied mich für ein viertägiges Seminar bei einem der führenden Institute für berufliche Weiterbildung zum Digital Transformation Manager. Mir ging es darum, einen besseren Einblick in die Komplexität der digitalen Transformation zu bekommen. Big Data und KI forcieren den Umbruch tradierter Geschäftsmodelle, neue Denk- und agile Arbeitsweisen erfordern andere Skills bei Führungskräften und Mitarbeitern. Das beeinflusst auch unsere Arbeit, denn die gewaltigen Veränderungen müssen gut erklärt werden. Intern, um alle mitzunehmen; extern, um beispielsweise neue Partner für innovative Businessideen zu finden. Der Blick über den Tellerrand des eigenen Berufsalltags hilft, sich neue Themen zu erschließen. Im schnelllebigen Zeitalter der Digitalisierung können nur Unternehmen zukunftsfähig bleiben, die kontinuierlich Wissen in ihrer Organisation über ihre Mitarbeiter aufbauen. Zum Glück empfinden fast 70 Prozent aller Berufstätigen lebenslanges Lernen als Privileg. Ich auch! Und deswegen freue ich mich schon jetzt auf die nächste Fortbildung.

Über den Verfasser

Rebecca Weiand-Schütt ist Senior Consultant bei Sympra. Die PR-Referentin und Wirtschaftswissenschaftlerin betreut Unternehmen in allen Bereichen der B2B-Kommunikation und hat sich zur Digital Transformation Managerin fortgebildet.

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