Wie arbeitet eigentlich eine PR-Agentur? Ehrlich gesagt, wusste ich das vor meiner Hospitanz bei Sympra selbst nicht. Meine bisherigen Berufserfahrungen habe ich nämlich ausschließlich auf Unternehmensseite gesammelt. Aktuell absolviere ich ein Volontariat in der Unternehmenskommunikation bei Roche in Ludwigsburg. Teil des Volos ist es, vier Wochen lang in einem anderen Unternehmen zu hospitieren, um weitere Perspektiven auf die Kommunikationsbranche zu gewinnen. Für mich war deshalb schnell klar, dass ich diese Zeit in einer PR-Agentur absolvieren möchte, um herauszufinden, ob dieser Berufsweg auch langfristig interessant sein könnte. Ich wollte wissen, wie eine Agentur arbeitet, welche Abläufe es gibt und welche Themen dort bedient werden.
Ich gebe zu: Vor meinem ersten Tag war ich ziemlich nervös. Neue Menschen, neue Aufgaben und ein komplett neues Arbeitsumfeld. Ich wusste überhaupt nicht, was mich erwartet.
Heute, vier Wochen später, würde ich meinem Ich vom ersten Arbeitstag einiges mit auf den Weg geben:
- Trau dich, Fragen zu stellen.
- Nutze jede Gelegenheit, erfahrenen Kolleginnen und Kollegen über die Schulter zu schauen.
- Nimm möglichst viele Eindrücke mit – selbst wenn es „nur“ ein Hintergrunddokument zum Lesen ist. Genau diese kleinen Einblicke helfen dabei, Kunden, Projekte und Zusammenhänge besser zu verstehen.
Dass mir der Einstieg so leichtgefallen ist, lag vor allem am Team. Ich habe mich von Anfang an willkommen gefühlt und wurde direkt in den Arbeitsalltag eingebunden. Egal ob bei Kundenterminen, Austauschrunden mit Kolleg:innen oder eigenen Aufgaben: Alle waren offen, haben sich Zeit für meine Fragen genommen und mir ihre Arbeit erklärt. So konnte ich nicht nur unterschiedliche Themen und Projekte kennenlernen, sondern auch einen guten Eindruck davon gewinnen, wie die Zusammenarbeit in einer Agentur funktioniert.

Natürlich gab es auch Highlights abseits des Schreibtischs: der Blick über die Dächer Stuttgarts, Bürohund Lotta oder die gemeinsamen Mittagessen, bei denen Köchin Lisa mehrmals pro Woche frisch und abwechslungsreich kocht. Solche Momente tragen viel zu einer angenehmen Arbeitsatmosphäre bei.
Vor allem aber hat meine Hospitanz meinen Blick auf das Arbeiten in einer Agentur verändert. Drei Erkenntnisse sind besonders hängen geblieben:
- Abwechslung gehört zum Alltag. Kaum ein Kunde gleicht dem anderen, und jedes Projekt bringt neue Themen, Fragestellungen und Herausforderungen mit sich. Genau diese Vielfalt macht die Arbeit spannend.
- Kommunikation ist Teamarbeit. Ideen entstehen gemeinsam, Texte werden im Vier-Augen-Prinzip abgestimmt und Feedback ist ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags. Gute Kommunikation ist selten das Ergebnis einer einzelnen Person.
- Netzwerke sind goldwert. Ob innerhalb des Teams, mit Kund:innen oder Journalist:innen – Beziehungen aufzubauen und zu pflegen gehört zur PR genauso dazu wie das eigentliche Kommunikationshandwerk.

Mein Fazit nach vier Wochen? Die Hospitanz hat mir genau die Einblicke gegeben, die ich mir erhofft hatte. Ich habe den Agenturalltag kennengelernt, viele neue Erfahrungen gesammelt und verstanden, warum so viele Kolleg:innen sagen, dass es in einer Agentur nie langweilig wird.
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