PRReport Camp 2019: Traineeships, Trends und Traubenzucker

Obstschale oder Candybar, Fachvortrag oder Podiumsdiskussion – wie lassen sich junge Talente in die Agenturwelt locken? Und wenn sie dann überzeugt sind: Welche Fähigkeiten sollten Sie mitbringen? Darüber haben sich Studenten und Young Professionals mit erfahrenen Kommunikationsexperten und Agenturchefs auf dem diesjährigen PRReport Camp in Berlin im Rahmen von Diskussionsrunden, Workshops und Vorträgen ausgetauscht.

Auf dem Podium debattierten Agenturchefs, Consultants und eine Trainee darüber, welche Talente in Zukunft gesucht werden. Die Diskutanten waren sich einig, dass sowohl Quereinsteiger, „wer schon mal gekellnert hat, ist gegen stressige Phasen gut gerüstet“, als auch ausgebildete PRler ihren Platz in der Agentur finden. Und wie heben sich Bewerber von der Masse ab? Antwort: „Neugierde und Leidenschaft zeigen, für den Kunden und die Branche brennen“. Das oft diskutierte Thema Traineeship kam auch in dieser Runde zur Sprache, von den Hochschulen und Universitäten kämen top-ausgebildete Leute, doch Persönlichkeit entwickle sich erst im Job. Um die eignen Interessen herauszufinden, mit Welpenschutz die Fähigkeiten eines Beraters zu erlernen und erste Verantwortung zu übernehmen – dafür sei der Einstieg als Trainee gedacht. Doch jeder Absolvent bringt unterschiedliche Erfahrungen mit und entwickelt sich unterschiedlich weiter. Die Forderung an die Agenturen ist: jeden Berufseinsteiger individuell zu sehen und die Ausbildung anzupassen.

Karriere-Talks mit den Profis

In der Lobby des ehemaligen Kinos konnten sich die Teilnehmer mit Snacks und Büromaterialien eindecken und, viel wichtiger – sich direkt mit potenziellen Arbeitgebern austauschen und so erste Kontakte knüpfen. Am Stand des Agenturverbandes GPRA beantworteten Young Professionals – darunter ich – Fragen rund um den Einstieg in eine Agentur. Die Wände waren außerdem von diversen Stellenausschreibungen geschmückt – klassische Berufsmesse also? Nicht ganz, denn den ganzen Tag über bearbeiteten die 30u30-Talente live ein Kommunikationsproblem, und im Karrierepavillon plauderten erfahrene Kommunikationsprofis aus dem PR-Kästchen.

Tonalität von Hashtags und strategisches Storytelling anhand von Megathemen …

… um nur ein paar Themen der Vorträge zu nennen, die am Nachmittag stattfanden. Das Konzept und die Inhalte sind für eine Online-Kampagne ebenso wichtig, wie das Analysieren dieser. Kay Hinz von Argus Data Insights betonte die Relevanz von Echtzeit-Controlling und erinnerte daran, Kernfragen zu beantworten: Sind klare Ziele in Form von Kennzahlen definiert? Wie entwickelt sich die Tonalität von Hashtags, ich welchem Kontext werden sie verwendet? Sind Sie der Ansprechpartner ihrer Zielgruppe und weiß diese das auch?

Oliver Hyden von pressrelations referierte einen Raum weiter über Storytelling anhand der Recherche relevanter Themen. Das ist an sich nichts Neues, doch es geht um Themen, über die, noch oder im Moment keiner spricht. Anhand von monatelangen Analysen beobachten die Experten Stichworte wie Cobots, Industrie 5.0 oder Synthetische Biotechnologie, bauen darauf ihre Kommunikation auf und erkennen mögliche Trends frühzeitig.

In Gesprächen mit den Studenten habe ich herausgehört, dass das Interesse, in den Beruf über eine Agentur einzusteigen, hoch ist. Viele überlegen jedoch zuvor ihren Master zu machen, um sich zunächst in eine Richtung zu spezialisieren. So oder so hat das PRReport Camp einen guten Überblick gegeben, wie vielfältig Agenturen sind und wie sie ihre Talente fördern.

Lust auf mehr bekommen? Das nächste PRReport Camp findet am 19. November 2020 in Berlin statt.

 

Bildquelle: STAGEVIEW – Pedro Becerra / Medienfachverlag Oberauer

Über den Verfasser

Wibke Kroll hat ihren Bachelor in Crossmedia-Redaktion und Public Relations erfolgreich abgeschlossen und ist seit Februar 2018 bei Sympra. Hier lernt sie als Trainee alle Facetten der PR hands-on.

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