GPRA-Agenturen beschließen Neuausrichtung

Die Mitgliederversammlung der GPRA hat die strategische Neuausrichtung des Agenturverbandes beschlossen. Die Mitgliedsagenturen werden sich angesichts der Vertrauenskrise in der Gesellschaft noch stärker als Experten für Meinungsbildung im Dialog positionieren und ihren hohen Qualitätsanspruch weiter schärfen.

Die GPRA reagiert auf neue Herausforderungen der Kommunikation mit einer strategischen Neuausrichtung. Hintergrund ist die weitreichende Vertrauenskrise in der Öffentlichkeit, die durch großes Misstrauen gegenüber politischen Autoritäten, staatlichen Organisationen und Unternehmen gekennzeichnet ist. Eine große Rolle spielt der Wandel des Mediensystems, vor allem die Krise der klassischen Medien und der Bedeutungsgewinn von Social Media. In dieser Situation wollen die GPRA-Agenturen ihre Kernkompetenzen stärker nutzen: Sie sind Experten für den Aufbau und Erhalt von Vertrauen sowie für Meinungsbildung und Dialog. Damit wollen sie für ihre Kunden eine neue Vertrauensbasis schaffen, auf der sich in der Öffentlichkeit stabile Beziehungen und Reputation entwickeln können.

Die GPRA intensiviert den öffentlichen Dialog

Die GPRA wird zu ihren Kernthemen in Zukunft verstärkt öffentlich diskutieren. Dies sind in erster Linie öffentliche Meinung und Meinungsbildung, Vertrauen und Reputation, Dialogkommunikation, (Social) Media Relations sowie Ethik der Kommunikation. Die bestehenden Formate und Plattformen wie der GPRA-Vertrauensindex, GPRA Web TV und der GPRA dialoq werden durch die GPRA-Fachkonferenz ergänzt. Der Verband wird zudem selbst in einen eigenen Stakeholder Dialog treten und aktiv mit den Kritikern der Branche kommunizieren. Die Mitglieder bekannten sich dazu, den Deutschen Rat für Public Relations (DRPR) weiterhin aktiv zu unterstützen.

Der Verband schärft Qualitätsanspruch und öffnet sich für neue Bereiche

Die größte Reform der GPRA seit Jahren setzt sich auch in verschiedenen Satzungsänderungen fort. Die Prüf- und Qualitätskriterien für die Mitgliedsagenturen werden damit noch einmal verschärft: Die Mitgliedsagenturen unterziehen sich in Zukunft alle drei Jahre einer Qualitätsreview. Gleichzeitig öffnet sich der Branchenverband für ausgewählte Agenturen aus Bereichen wie Social Media Relations und Kommunikationscontrolling.

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