„Die Kunst soll zu den Menschen kommen“ – Interview mit Galerist Mario Strzelski

Mario, Du warst der erste Galerist, der eine Ausstellung bei uns in der Agentur kuratiert hat.

Über Eure Einladung habe ich mich damals sehr gefreut. Ich sollte alle Räume Eurer Agentur ausstellungstechnisch bespielen. Das war für mich aber eine große Herausforderung, weil ich davor noch nie so viel Hängefläche zur Verfügung hatte.

Wir freuen uns ja ein halbes oder dreiviertel Jahr lang an tollen Kunstwerken. Aber was bringt die Zusammenarbeit für Dich als Galeristen?

Die Möglichkeit mit neuen kunstinteressierten Menschen in Kontakt zu kommen, war und ist für mich erste Prio.

Was ist der größte Unterschied zwischen den Ausstellungen bei uns und denen in Deiner Galerie?

Es gibt immer Unterschiede, ob man im white cube hängt oder eben im Umfeld von Büroarbeitsplätzen. Bei Ausstellungen außerhalb der Galerie musst Du Dich auf andere Räumlichkeiten, andere Perspektiven, anderes Licht etc. einstellen. Spannend ist für mich aber immer auch der Kontakt zum Team von Sympra. Da kommen oft Fragen zu den Kunstwerken, manchmal auch recht kritische. Oft dürfen sich Deine Kolleginnen und Kollegen ja auch Lieblingstücke für ihr direktes Arbeitsumfeld aussuchen. Inzwischen kenne ich Eure Räume und weiß, welcher Künstler mit seinen Werken gut passt. Manchmal weiß ich schon ganz genau, welches Bild ich wo hängen werde.

Stellst Du eigentlich, außer bei Sympra, häufiger außerhalb Deiner Galerie aus?

Ich mochte schon immer den Gedanken, dass die Kunst zu den Menschen kommt. Außerhalb meiner Galerie veranstalte ich jährlich im Stuttgarter Dillmann-Gymnasium eine große Pop-up-Galerie unter Beteiligung von rund 20 Künstlerinnen und Künstlern. Zudem gibt es immer wieder Anfragen von Kanzleien oder Agenturen, ob ich dort nicht Ausstellungen realisieren könnte. Ich nehme Angebote gerne wahr, wenn die finanziellen Voraussetzungen stimmen. Allerdings möchte ich die Außer-Haus-Arbeit aber nicht überhandnehmen lassen, einfach, weil mir die Ausstellungen in meiner Galerie sehr wichtig sind und beide Formate meine ganze Aufmerksamkeit brauchen.

Mario Strzelski ist Inhaber der Strzelski Galerie im Herzen von Stuttgart mit einem Schwerpunkt auf zeitgenössischer Kunst. Neben der Förderung junger Nachwuchstalente steht insbesondere auch die Vermittlung zwischen Künstlern und Interessenten sowie deren künstlerische Beratung im Zentrum seines Interesses.

Über den Verfasser

Veit Mathauer ist einer der beiden Geschäftsführer von Sympra. Wirtschaftswissenschaftler, Journalist, PR-Mensch, Boardmitglied im internationalen Public Relations Network (PRN) und Blogger. Ansonsten auch in den einschlägigen sozialen Netzwerken zu finden.

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