Co-Working via Google Plus – eine Zwischenbilanz

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Vier Wochen Selbstversuch, vier Wochen Redaktionssitzungen dieses Blogs via Google Plus. Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen. (Für alle, die diesen Selbstversuch von Anfang an miterleben möchten: wie alles begann.) An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch an alle, die es schon immer gewusst haben: Ja, sie haben Recht. G+ verändert zwar den organisatorischen Alltag unserer Blog-Redaktion, besser macht es ihn nicht.

Um es gleich vorweg zu nehmen: G+ hat unschätzbare Vorteile. Für uns der herausragendste: Das Hin-und-Her-Mailen von Meinungen, Ansichten und Vorschlägen hat ein Ende. Die klare Zuordnung von Kommentaren zu Postings schafft Transparenz. Der Lebhaftigkeit der digitalen Diskussionen scheint dies gut zu tun.

Das Hin-und-Her-Mailen von Texten und Redaktionsplänen dagegen hat kein Ende. Und damit wären wir auch gleich beim ersten Hindernis, das zwischen G+ und dem Anspruch einer sinnvollen Co-Working-Plattform liegt. G+ lässt keine Anhänge zu, die nicht Link, Video oder Foto sind.

Google+_ScreenshotZweiter großer Haken: Mein Circle „Sympra Blog-Redaktion“ sammelt für mich die Postings der Redaktionsmitglieder auf einen Blick. Im Prinzip gut, aber eben auch nicht. Denn im Stream des Circles tauchen jegliche (öffentliche) Postings der Redaktionsmitglieder auf. Damit besteht ständig die Gefahr, zwischen interessanten Links, Beiträgen zur Klarnamen-Debatte und witzigen Web-Schnipseln die für unser Blog relevanten Postings zu übersehen. Das einzige Mittel, das mir bislang in den Sinn kommt, um den Blog-Stream zu bereinigen, ist, den Redaktionsmitgliedern öffentliche Postings zu verbieten. Aber kann das der Sinn von G+ sein? (Falls jemand alternative Ideen zur Stream-„Hygiene“ hat, nur her damit!)

Nein, am Ende eines mehrwöchigen G+-Fiebers setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch: Google Plus ist (nur) ein weiteres soziales Netzwerk. Viele Gründe, es zum Co-Working-Instrument der Wahl zu machen, gibt es nicht. Vielleicht Zeit, jetzt schon eine Schlussbilanz zu ziehen, die Co-Working-Werkzeuge einzupacken und zur nächsten Plattform zu ziehen.

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Kommentare zu diesem Post

Thomas Pleil

Danke für den Test und den Beitrag. Scheint, als wären FB-Gruppen für solche Aufgaben zumindest ein bisschen besser geeignet, denn hier tauchen zumindest nur die Statusinfos  auf, die auch in die Gruppe gehören und nicht alles. Insofern waren wir für in diesem Semester mit einer FB-Gruppe für ein Studententeam ganz happy. Was das Hin- und Hermailen betrifft: Wir haben GoogleDocs verwenden; in der Gruppe muss man dann nur noch auf neue Dokumente hinweisen oder auf speziellen Handlungsbedarf.

Klaus-Dieter Knoll

Die alternative Idee wäre, die Redakteure dazu anzuhalten, ebenfalls einen Circle »Sympra-Blog-Redaktion« anzulegen und entsprechende Beiträge ausschließlich in diesen Kreis zu posten.