MIKI – ein neues Format für das Social Web

Vor ein paar Wochen traf ich Marc Frey, Vorstand der IntelliMedia AG, der mir sein neuestes Baby vorstellte: MIKI. Am Ehesten ließe sich dieses beschreiben als eine Kombination aus Slideshare-Präsentation und YouTube-Video, zu bewegen per Wischen, wie man es vom iPhone her kennt, und integrierbar in Websites, Blogs und andere Web-2.0-Plattformen.

Auf der Website www.my-miki.de geht’s los! Für private Zwecke ist die Registrierung kostenfrei, für kommerzielle Anwendungen fallen Kosten an. Die Plattform bietet ein umfangreiches Layoutprogramm, mit dessen Hilfe ich die einzelnen Seiten meines MIKIs gestalten kann. Hierzu kann ich Bilder, Grafiken, selbst Videos importieren, Textfelder einbauen, Hintergründe basteln. Auf jeder Seite links oben fixiert erscheint das Unternehmenslogo oder eine andere Wort-Bild-Marke. MIKIs können beliebig viele Seiten umfassen, die miteinander verkettet sind. Attraktiv ist die Möglichkeit, auf den Seiten anklickbare Links zu Websites, Mailadressen oder Webshops einzubauen. Letzteres bietet sich zum Beispiel an, wenn Kleidung oder Accessoires eines abgebildeten Models per Mausklick bestellt werden sollen.

Die MIKIs werden auf Websites eingebettet – physikalisch liegen sie auf dem MIKI-Server,  vergleichbar mit den Videos auf dem YouTube-Server. Dies hat den großen Vorteil, dass der MIKI-Autor oder -Gestalter stets Herr der Inhalte bleibt, sein MIKI also zentral ändern kann; jede Korrektur oder Aktualisierung ist in allen einbetteten MIKIs im Web sofort wirksam. So läuft man nicht Gefahr, dass Seiten verfälscht oder aus dem Gesamtzusammenhang gerissen werden.

Neben dem Einbetten von MIKIs ist eine sehr interessante Möglichkeit, einzelne Seiten aus anderen MIKIs in ein eigenes MIKI zu verlinken. Überträgt man diese Funktion auf YouTube, dann wäre das so, als könnte ich mir aus unterschiedlichen Filmen Szenen nach Belieben zu einem eigenen Video “remixen”. Trotzdem behält der Urheber des ursprünglichen MIKI die volle Kontrolle. Somit ist das MIKI ein echtes Content-Mashup. Mit dieser Funktionen lassen sich übrigens gerade für Marken attraktive Plattform-Projekte in Richtung “Brand Communities” realisieren.

„MIKIs sind eine interessante Form, um z. B. auch Inhalte von Printmedien ansprechend und eigenständig im Web zu präsentieren und über Social Media zu verteilen. Das horizontal angelegte Format kommt bei Designern und Grafikern gut an“, erklärt Marc Frey. „MIKIs müssen dabei keineswegs Printprodukte substituieren oder sich von ihnen ableiten. So gibt es immer mehr Nutzer, die mit dem MIKI ganze Webseiten erstellen, ja sogar Landingpages.“ Weiterer Pluspunkt: Alle MIKIs stehen auch auf www.my-miki.de zum Anschauen bereit, mit Möglichkeit zum Bewerten und Empfehlen sowie mit einem Counter, der die Anzahl der Zugriffe anzeigt.

Meine Kollegen und ich waren spontan begeistert von MIKI, und wir haben die ersten eigenen erstellt. Um einen Eindruck zu bekommen, wie das Ganze funktionieren, empfehle ich die Lektüre unseres MIKIs über internationale Öffentlichkeitsarbeit, der auf einem von unserer Grafikerin Ulla Sachs gestalteten Flyer basiert:

Schön sind auch die MIKIs zum CWF 2009 und zur re-publica 2010.

Ich glaube, dass dieses neuartige Format eine Menge Potenzial für die Darstellung und Verbreitung von Inhalten im Web bietet, und empfehle, sich die MIKIs mal genauer anzuschauen. Für Fragen stehen wir bei Sympra gern zur Verfügung. Und natürlich auch, wenn es darum geht, einen MIKI zu gestalten. Anruf (0711/ 947670) oder Mail genügt!

Über den Verfasser

Veit Mathauer ist einer der beiden Geschäftsführer von Sympra. Wirtschaftswissenschaftler, Journalist, PR-Mensch, Boardmitglied im internationalen Public Relations Network (PRN) und Blogger. Ansonsten auch in den einschlägigen sozialen Netzwerken zu finden.

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